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Home >  Gerechtigkeit und Friede  > Artikel von 2013-05-06 11:28:57
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Tansania: Schock nach der Bombe



RealAudioMP3 Eine Bombe in einer Kirche: Wieder einmal wird der Ort der Religion zu einem Ort der Gewalt. An diesem Sonntag explodierte in Arusha in Tansania bei der Weihe einer neuen Pfarrkirche eine Bombe, mindestens eine Person starb, man zählt bis jetzt etwa 60 Verletzte, genaue Zahlen sind noch nicht bekannt. Bei der Feier dabei war der apostolische Nuntius im Land, Francisco Padilla. Er bliebt unverletzt, spricht aber gegenüber Radio Vatikan von dem Schock, unter dem alle Beteiligten stehen.

„Keiner hat das erwartet. Ich bin morgens zu Beginn meines Pastoralbesuches sehr nett empfangen worden. Als wir um 10 Uhr dann mit der Liturgie beginnen wollten, noch bevor wir in die Kirche gegangen sind, habe ich dann die Explosion gehört und die vielen Verletzten gesehen. Wir stehen alle unter Schock, niemand hat das hier erwartet. Meine Gedanken und Gebete sind bei den Opfern, ich bin sehr betrübt darüber, dass sie bei einem Fest unschuldig Opfer wurden.“

Die Polizei hatte relativ bald einen Verdächtigen festgenommen, aber noch keine Angaben zu Motiv oder Umständen gemacht. Diese Unwissenheit teilen auch die Beteiligten

„Wir wissen nichts. Die örtlichen Autoritäten haben mir aber versichert, dass sie alles tun werden, damit sich Taten dieser Art in Zukunft nicht wiederholen werden. Dieses war das erste Mal, dass so etwas in Tansania passiert ist. In Kenia gab es das schon, aber noch nicht hier in Tansania. Es ist das erste Mal, dass bei einer Liturgie eine Bombe explodiert ist.“

Als Repräsentant des Papstes spreche er seine volle Solidarität mit der Gemeinde von Arusha und mit allen anderen katholischen Gemeinden im Land aus. Es sei eine schwierige und bisweilen dramatische Situation, die mit der Bombe einen traurigen Höhepunkt gefunden habe. Man könne nur hoffen, dass sich die Situation in Zukunft wieder stabilisiere und zum Besseren wende, so der Nuntius.

Hintergrund:
Arusha liegt in einer vor allem von Christen bewohnten Region Tansanias. 2012 und erneut seit dem Jahreswechsel hatte es auf der zu Tansania gehörenden Inselgruppe Sansibar mehrere Übergriffe und Morddrohungen gegen katholische Priester und Bischöfe gegeben. Im Februar wurde ein Ordensmann von Unbekannten erschossen. Auch Moscheen und muslimische Geistliche auf Sansibar wurden angegriffen.

(rv/apic 06.05.2013 ord)


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