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Home >  Wissenschaft und Ethik  > Artikel von 2013-05-19 16:09:31
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D: Bischöfe rufen zu Demut und Solidarität auf



Viele Bischöfe haben an Pfingsten in ihren Predigten gesellschaftliche Probleme und Fehlentwicklungen aufgegriffen:
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat mit Blick auf die Arbeitsbedingungen bei Zulieferbetrieben der deutschen Textilindustrie zu verantwortungsbewusstem Konsumverhalten gemahnt. „Wenn in Bangladesch Fabriken einstürzen und Hunderte Menschen, die darin für einen Hungerlohn arbeiteten, sterben müssen, dann hat dies etwas mit uns zu tun. Solche Meldungen dürfen uns nicht kalt lassen“, sagte Zollitsch am Pfingstsonntag bei einem Festgottesdienst zum 150-jährigen Bestehen des baden-württembergischen Benediktinerklosters Beuron.
In Berlin erinnerte Kardinal Rainer Maria Woelki beim „Ökumenischen Pfingstweg“ an die Macht des Wortes. Der Heilige Geist, so Woelki in Anspielung auf das biblische Pfingstgeschehen, würde „Sprache nie als Waffe“ benutzen, „nie zur Bloßstellung, zum Mobbing, zur Verzerrung der Wahrheit oder zum Eigennutz“, sondern immer zur Verständigung „in Liebe und Wahrheit“.
Der Münchner Kardinal Reinhard Marx warnte angesichts jüngster Klonexperimente vor einem Uniformitätsdenken. Durch das Klonen bestehe die Gefahr, „den einen idealen, gesunden, schönen und marktkonformen Menschen zu formen“. Dabei sei Uniformität nicht mit Einheit zu verwechseln. Ähnlich äußerte sich auch der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Er warnte davor, dass sich der Mensch zum „Macher“ erkläre und etwa in der Gentechnik gegen Gottes Schöpfergeist verstoße. Nicht alles lasse sich erforschen und evaluieren.

Zum verantwortlichen Umgang mit dem Internet rief der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick auf. Seine Nutzung könne dazu führen, dass Menschen „offline für den Heiligen Geist und für das zwischenmenschliche Gespräch“ gingen. Im Leben gebe es „nicht nur Tweets und Statusmeldungen“, so Schick. Für viele drehe sich alles um die Frage, wie viele „Freunde“ sie bei Facebook hätten. Doch wer keine echten Freunde habe, werde einsam.

Zur Solidarität in der Finanzkrise mahnte der Freiburger Weihbischof Bernd Uhl. „Wir Christen sollten alles dafür tun, dass die Völker Europas weiter zusammenwachsen“, so Uhl. Dazu gehöre auch, dass man sich in Krisen gegenseitig helfe. Der Frieden in Europa dürfe nicht durch Zurückfallen in alte nationale Denkmuster aufs Spiel gesetzt werden, auch wenn das etwas koste.

(kna/pm 20.05.2013 sta/pr)




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