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Home >  Audienzen und Angelus  > Artikel von 2013-05-22 11:03:23
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Generalaudienz des Papstes: „Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“



RealAudioMP3 Der Heilige Geist ist der wahre Motor der Evangelisierung und Verkündigung. In der Katechese bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch ging es Papst Franziskus um die Kirche und um den Heiligen Geist. Er setzte damit die Reihe der Katechesen zum Glaubensbekenntnis fort.

Ohne die Anwesenheit des Heiligen Geistes und sein Tun könne die Kirche ihren Auftrag nicht erfüllen, Tod und Auferstehung Jesu zu verkünden, so der Papst.

„Das Verkünden ist der Auftrag der Kirche, nicht von einigen, sondern von mir, von dir, es ist unser Auftrag. Der Apostel Paulus rief aus „Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde!“ Jeder muss Verkünder sein, vor allem im eigenen Leben! Vertrauen wir uns ihm an! Er macht uns fähig, unseren Glauben zu leben und zu bezeugen und die Herzen aller zu erleuchten, denen wir begegnen.“

Die Erfahrung des Pfingstfestes sei es gewesen, dass der Heilige Geist die Apostel aus dem Ort, wo sie sich versteckt gehalten hatten, und aus sich selbst herausgeführt habe. Sie hätten in vielen Sprachen gesprochen und seien zu Verkündern umgestaltet worden, eine Gemeinschaft von Zeugen.

„Hier ist eine erste wichtige Wirkung des Handelns des Heiligen Geistes: Die Einheit, die Gemeinschaft. In Babel begann – wie die Bibel berichtet – die Zerstreuung der Völker und die Verwirrung der Sprachen, eine Frucht des Hochmuts und des Stolzes (...). Pfingsten wurden diese Trennungen überwunden. Es gibt keinen Stolz mehr Gott gegenüber und auch nicht mehr das sich Abschließen gegen den Nächsten, sondern eine Offenheit für Gott, die sich im Hinausgehen ausdrückt und im Verkünden seines Wortes: Eine neue Sprache, eine Sprache der Liebe, eine Sprache die alle verstehen können und die, wenn sie gehört wird, in allen Lebensweisen und Kulturen ausgedrückt werden kann.“

Diese Sprache des Heiligen Geistes lade zur Überwindung von Trennungen und Abschottungen ein, so der Papst. „Wir müssen uns alle fragen: Wie kann ich mich vom Heiligen Geist so leiten lassen, dass mein Zeugnis für den Glauben eines für Einheit und Gemeinschaft ist?“

Dagegen scheine es, dass sich Babel heute wiederhole: Trennungen, Unfähigkeit zum gegenseitigen Verstehen, Rivalitäten, Neid, Egoismus. Dagegen müssten die Gaben des Geistes, die Versöhnung, Verzeihung, der Frieden, die Einheit und die Liebe gesetzt werden.

Zur Verkündung dieser Frohen Botschaft brauche es den Mut der Apostel, so der Papst weiter. Der Mut zur Verkündigung sei ein weiteres Wirken des Heiligen Geistes, „mit lauter Stimme, immer und überall.“ Das gelte auch für die Neuevangelisierung: Sie müsse mit dem Gebet um das Feuer des Heiligen Geistes ihren Anfang nehmen.

„Erneuern wir jeden Tag unser Vertrauen in das Wirken des Heiligen Geistes, lassen wir uns von Ihm führen, seien wir Frauen und Männer des Gebetes, die mit Mut die Frohe Botschaft verkünden, und werden wir so in unserer Welt Werkzeuge der Einheit und Gemeinschaft mit Gott.“

(rv 22.05.2013 ord)


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