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Home >  Ökumene  > Artikel von 2013-05-25 12:39:30
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Österreich: Unterschiede heißen nicht gleich Trennung



Unterschiede zeugen nicht zwangsläufig von einer Trennung – das war der gemeinsame Tenor der konfessionsverschiedenen Kirchenvertreter, die auf der „Langen Nacht der Kirchen“ in Wien miteinander ins Gespräch kamen. Die katholische Stimme auf dem Podest in der Lutherischen Stadtkirche gab der emeritierte Wiener Weihbischof Helmut Krätzl, der gegenüber je einem Vertreter der evangelischen, orthodoxen, anglikanischen und altkatholischen Kirche festhielt, dass es theologisch gesehen zwischen den einzelnen Konfessionen weit mehr Übereinstimmung gäbe, als dies in der Praxis und im Kirchenrecht deutlich werde. Dass Papst Franziskus gleich zu Beginn seiner Amtszeit auch so deutlich seine Funktion vor allem als Bischof von Rom herausstelle, sei nach Krätzl ein bedeutsames ökumenisches Zeichen.

Entsprechend äußerte auch der orthodoxe Metropolit Arsenios seine Hoffnung, dass nun eine größere Kollegialität und weniger Zentralismus durchgesetzt würde. Der anglikanische Reverend Patrick Curran sah durch den Pontifikatswechsel neue Perspektiven, wie das Verhältnis von Orts- und Weltkirche gestaltet werden könnte. Die altkatholische Pfarrerin Sabine Clasani sprach die nach wie vor nicht vorhandene eucharistische Gemeinschaft an, worin sie hingegen aber eine Möglichkeit sehe, die Kirchen einander näher zu bringen. Der evangelische Bischof Michael Bünker warnte diesbezüglich vor einer allzu großen Erwartungshaltung: Zwar gebe es im Eucharistieverständnis zwischen katholischer und lutherischer Kirche kaum Unterschiede, das Problem liege jedoch im unterschiedlichen Amts- und Kirchenverständnis.

(kap 25.05.13 sib)


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