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Home >  Politik  > Artikel von 2013-06-20 13:52:01
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Woelki über Obama in Berlin: „Jetzt müssen Taten folgen"



RealAudioMP3 Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki hat an US-Präsident Barack Obama appelliert, seiner Berliner Rede auch Taten folgen zu lassen. Im Interview mit dem Kölner domradio sprach der Berliner Erzbischof am Donnerstag von einem „wichtigen Besuch“ des US-Präsidenten, der die Freundschaft zwischen den USA und Deutschland bestärke. Woelki hatte am Abendessen mit Merkel und Obama teilgenommen.

„Es ist gut, dass Obama jetzt in seiner zweiten Amtszeit eine der wichtigsten europäischen Metropolen hier in Berlin aufgesucht hat und dass er auch deutlich Signale gesendet hat, nämlich dass seine Rede – soweit ich das mitbekommen habe – doch vor allem von den Idealen der Freiheit durchzogen war. Natürlich ist es zu begrüßen, dass er sich für einen Frieden in Gerechtigkeit stark gemacht hat und für eine nukleare Abrüstung und die Bekämpfung des Klimawandels. Das sind natürlich alles Dinge, die wir sehr teilen und wo wir an seiner Seite stehen.“

Ankündigungen, auf die aber nun Taten folgen müssten, so der Berliner Erzbischof:

„Soweit ich das wahrnehme, haben sich die USA, was die Bekämpfung des Klimawandels angeht, in den vergangenen Jahren doch sehr schwer getan und haben zwar immer wieder Dinge angemahnt, doch wenn es um die praktische Umsetzung ging, war es immer etwas schwierig und kompliziert mit ihnen. Und ich denke, wenn man einen Frieden in Gerechtigkeit einfordert und auch die Armutsfrage anspricht, dann muss man eben auch sehr deutlich einen Frieden für die schwächsten Glieder einer Gesellschaft mit einfordern. Und das ist eben der Schutz des ungeborenen Lebens und eine klare Option gegen Abtreibung.“

Positiv merkte Woelki an, Obama habe ihm gegenüber seine Wertschätzung für den Erzbischof von New York, Kardinal Timothy Dolan, zum Ausdruck gebracht. Dolan ist Vorsitzende der US-Bischofskonferenz und hatte im zurückliegenden Wahljahr mit Obama eine Kontroverse über Einzelheiten der US-Gesundheitsreform durchgefochten. Trotzdem lobte ihn der wiedergewählte Präsident dem Berliner Kardinal gegenüber.

„Es hat mich gefreut, dass er das getan hat, weil Kardinal Dolan ja auch immer wieder sehr deutlich zum Beispiel eines der umstrittensten Themen zwischen der amerikanischen Regierung und der katholischen Kirche in Amerika anspricht und sehr deutlich die Rechte der Ungeborenen und die Rechte und die Stärkung des Lebensschutzes einfordert.“

(domradio/kna 20.06.2013 pr)


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