HomeRadio Vatikan
foto testata   
Andere Sprachen  

Home >  Audienzen und Angelus  > Artikel von 2013-06-23 12:49:55
A+ A- Drucken



Franziskus würdigt „Märtyrer des Alltags“ - „Heute mehr Märtyrer als im Urchristentum“



RealAudioMP3 Was heißt es, sein Leben für Jesus zu geben? Über diese Frage hat Papst Franziskus am Sonntag beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz gesprochen. „Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten“ (Lk 9, 24) - ausgehend vom Leitspruch Jesu würdigte der Papst die christlichen Märtyrer, die damals wie heute mit dem eigenen Leben für ihren Glauben bezahlten. Heute gebe es mehr Märtyrer als damals, betonte der Papst.


„Die Märtyrer sind das höchste Beispiel dafür, das Leben für Christus zu verlieren. In zweitausend Jahren ist es eine immense Schar von Männern und Frauen, die ihr Leben opferten, um Jesus Christus und seinem Evangelium gegenüber treu zu bleiben. Und heute gibt es in vielen Teilen der Welt viele, viele Märtyrer - mehr als in den ersten Jahrhunderten -, viele Märtyrer, die ihr eigenes Leben für Christus geben, dem Tod entgegengehen, um nicht Jesus Christus zu verleugnen. Das ist unsere Kirche. Heute haben wir mehr Märtyrer als in den ersten Jahrhunderten!“


Das Leben für Jesus zu geben drücke sich im Bekenntnis des Glaubens aus oder darin, „die Wahrheit zu verteidigen“, führte Franziskus aus. Jesu Leitspruch sei ein „sehr effizientes Paradox“, das uns „seine Stimme nahezu hören lasse“, wie der Papst formulierte. Explizit würdigte Franziskus dann alle Menschen, die ihr eigenes Leben anderen Menschen im Geiste Jesu widmen - als „Märtyrer des Alltags“:


„Es gibt (…) auch das tägliche Martyrium, das nicht den Tod mit sich bringt, das aber auch bedeutet, das Leben für Christus zu ,verlieren‘ - und zwar wenn (diese Menschen) ihrer Pflicht mit Liebe nachkommen, entsprechend der Logik Jesu, der Logik der Hingabe und des Opfers. Stellen wir uns vor: Wie viele Väter und Mütter setzen ihren Glauben täglich um, indem sie konkret das eigene Leben für das Wohl der Familie geben! Und denken wir daran: Wie viele Priester, Ordensmänner, Schwestern üben mit Großmütigkeit ihren Dienst für das Reich Gottes aus! Wie viele junge Leute verzichten auf ihre eigenen Interessen, um sich Kindern, Behinderten, alten Menschen zu widmen… Auch sie sind Märtyrer! Märtyrer des Alltags, Märtyrer des Alltags!“


Die Selbsthingabe für Jesus sei eine „Lebensregel“, die allen angeboten werde, so der Papst. Jemand, der sein Leben beispielhaft für die Wahrheit hingegeben habe, sei Johannes der Täufer gewesen. Sein Hochfest begeht die katholische Kirche am kommenden Montag, dem 24. Juni.

Die Jugend rief der Papst erneut eindringlich dazu auf, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen - und zwar mit erhobenem Haupt und ohne Angst:

„Habt keine Angst davor, gegen den Strom zu schwimmen, wenn sie uns die Hoffnung rauben wollen, wenn sie uns diese Werte anbieten, die verdorben sind, wie Essen, das schlecht geworden ist und das uns nicht gut tut; diese Werte sind schlecht für uns. Doch wir müssen dem etwas entgegen setzen! Und ihr jungen Leute seid die ersten: Schwimmt gegen den Strom und habt den Stolz, das zu tun. Auf geht's, seid mutig, seid unbequem und seid darüber stolz!“

(rv 13.06.2013 pr)



Teile




Über uns Programmschema Kontakt Freunde von RV RV-Freunde: Downloads Links Andere Sprachen Heiliger Stuhl Vatikanstadt Liturgische Feiern des Papstes
All the contents on this site are copyrighted ©. Webmaster / Credits / Rechtliche Hinweise / Werben auf Radio Vatikan