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Home >  Gerechtigkeit und Friede  > Artikel von 2013-06-27 12:42:52
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D: Erzbischof Schick fordert Schließung von Guantanamo



RealAudioMP3 Der deutsche „Weltkirchen“-Bischof und Bamberger Erzbischof Ludwig Schick fordert die Schließung von Guantanamo und erläutert die besondere Pflicht von Christen, sich gegen Folter zu engagieren. Gegenüber dem Kölner Domradio sagte Schick am Mittwoch, dem „Internationalen Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter“, dass die Schließung des amerikanischen Sondergefangenenlagers Guantanamo eine Aufgabe der Internationalen Gemeinschaft sei.

„Die Häftlinge müssen aufgenommen werden, Deutschland hat ja auch schon einen aufgenommen. Da müssen auch noch andere Länder ihre Bereitschaft zeigen, das muss international verabredet werden. Da sind Menschen, die dem Terrorismus zugeneigt sind und auch terroristische Akte begangen haben, die müssen auch rechtsstaatlich verurteilt und entsprechend bestraft werden, aber alles im rechtsstaatlichen Bereich und mit internationaler Hilfe.“

Guantanamo war vergangene Woche in den Schlagzeilen, weil zahlreiche Häftlinge im Hungerstreik sind. Etliche von ihnen werden zwangsernährt. Erzbischof Schick:

„Zwangsernährung gehört laut Definition nicht zur Folter. Der Mensch muss alles tun, um das Leben eines anderen Menschen zu wahren, wenn dieser in Lebensgefahr ist, selbst wenn er sich durch Hungerstreik selbst in Lebensgefahr gebracht hat. Es muss alles getan werden, um einem Menschen das Leben zu erhalten. Deshalb sind bestimmte Formen von Zwangsernährung auch rechtlich vorgeschrieben und auch von der Nächstenliebe gefordert. Aber es muss in einem Rahmen geschehen, was auch möglich ist, dass damit nicht erneut ein Folterzwang ausgeübt wird oder dass es in die Nähe von Folter kommt.“

(domradio 27.06.2013 mg)


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