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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2013-07-07 12:14:18
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Papstmesse: Wenn unsere Sendung zum Geschäft verkommt



RealAudioMP3 Der Dienst katholischer Priester und Ordensleute darf nach den Worten von Papst Franziskus niemals zur Routine werden. Die Kirche sei nicht Eigentum der Menschen, sondern sie gehöre Gott, zitierte Franziskus seinen Vorgänger Benedikt XVI. bei einer Messe mit rund 6.000 Seminaristen, Novizinnen und Novizen am Sonntag im Petersdom.

„Ohne den ständigen Kontakt mit Gott wird die Mission zum Geschäft. Was hast Du für einen Beruf? Schneider, Köchin, Priester? Du arbeitest als Priester, als Schwester…? Nein! Das ist kein Beruf, es ist etwas anders. Es lauert immer die Gefahr des Aktivismus, dass wir zu sehr auf die Strukturen vertrauen. Wenn wir auf Jesus schauen, sehen wir, das er vor einer wichtigen Entscheidung oder Ereignis zu langem und intensiven Gebet zurückzog. Kultivieren wir die kontemplative Dimension, auch inmitten der wichtigsten und dringendsten Engagements. Und je mehr die Mission euch zu den Peripherien menschlicher Existenz führt, desto enger muss euer Herz mit Christus verbunden sein, der voller Barmherzigkeit und Liebe ist. Hier liegt das Geheimnis pastoraler Fruchtbarkeit, der Fruchtbarkeit eines Jüngers des Herrn.“

Er dankte den jungen Leuten aus mehr als 60 Ländern für ihre Entscheidung, den christlichen Glauben als Priester und Ordensleute in die Welt zu tragen. „Ihr steht für die Jugend der Kirche“, so Franziskus. Jeder Christ und vor allem die Ordensleute und Priester seien gerufen, diese Botschaft der Hoffnung zu bringen, die Unbeschwertheit und Freude schenke:

„Ich habe manchmal Ordensleute vorgefunden, die Angst hatten vor der Tröstung Gottes, und diese armen Menschen quälen sich, weil sie Angst haben vor seiner Zärtlichkeit. Habt doch keine Angst! Habt keine Angst, denn der Herr ist der Herr des Trostes, der Herr der Zärtlichkeit. Der Herr ist Vater und Er sagt, dass er mit uns wie eine Mutter mit ihrem Kind umgehen wird, mit seiner Zärtlichkeit! Habt keine Angst vor dem Trost des Herrn.“

Er forderte den geistlichen Nachwuchs auf, anspruchslos zu leben und sich am Kreuz Christi zu orientieren:

„Die pastorale Fruchtbarkeit und die Fruchtbarkeit der Verkündigung des Evangeliums kommt weder vom Erfolg oder Misserfolg gemäß menschlicher Kriterien, sondern vom Sich-Angleichen an die Logik des Kreuzes Jesu, die eine Logik des Aus-Sich-Heraustretens ist und des Sich-Schenkens, eine Logik der Liebe. Es ist das Kreuz – immer das Kreuz Christi – das die Fruchtbarkeit unserer Mission garantiert.“

Die Messe im Petersdom stand am Ende eines viertägigen Treffens der 6.000 Seminaristen, Novizinnen und Novizen aus mehr als 60 Ländern in Rom. Die Begegnung im Rahmen des „Jahres des Glaubens“ stand unter dem Motto „Ich vertraue mich dir an“.

(rv 07.07.2013 mc)


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