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Home >  Kirche  > Artikel von 2013-07-09 09:31:19
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D: Bischof Voderholzer erwartet Ultimatum an Piusbrüder



RealAudioMP3 Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer begrüßt die am Montag zirkulierte Meldung, dass die Glaubenskongregation der Piusbruderschaft ein letztes Ultimatum stellen wolle. Gleichzeitig hat er die schismatisch orientierte Piusbruderschaft dazu aufgefordert, die Einheit mit der römischen Kirche zu wahren. Eine offizielle Stellungnahme von Erzbischof Gerhard Ludwig Müller liegt bislang nicht vor, doch Bischof Voderholzer hält die Nachrichten über ein letztes Ultimatum für „sehr plausibel“:

„Ich habe keine anderen Informationen als das, was man im Focus lesen konnte, halte es aber für sehr plausibel und auch für vollkommen richtig. Ich bin sehr froh, dass der Präfekt der Glaubenskongregation hier noch einmal die Grenzen aufweist. Ich fürchte, die Piusbrüder haben die günstige Situation, etwas zum Frieden und zur Versöhnung beizutragen, versäumt. Eine günstigere Phase als unter Papst Benedikt XVI. wird die Gemeinschaft nicht mehr bekommen. Benedikt XVI. hat in großer Sorge um die Einheit der Kirche das Seine getan und auch riskiert, dass er innerhalb der Kirche missverstanden wird. Er hat die Hand zur Versöhnung ausgestreckt, und sie ist nicht angenommen worden.“

Den Vorwurf der Piusbrüder, dass man nach dem neuen Messbuch keine würdige Liturgie feiern könne, weise er auch mit Blick auf die Regensburger Domliturgie und die Möglichkeit zur Feier der Messe im außerordentlichen Ritus entschieden zurück, so Voderholzer, in dessen Bistum sich in Zaitzkofen ein internationales Priesterseminar der Piusbrüder befindet. Vielmehr appelliere er an die Piusbrüder, die Gründe, mit denen sie die Einheit der Kirche riskieren, nochmals zu überdenken:

„Wie man hört, ist nochmals ein Ultimatum im Gespräch. Ich kann nur alle Anhänger der Piusbruderschaft ernstlich bitten und ihnen ins Gewissen reden, um der Kirche willen, um der Einheit der Kirche und Christi willen sich zu prüfen, ob ihre Gründe dazu ausreichen, es hier zu einer Spaltung kommen zu lassen. Aber es muss ein für alle Mal Schluss sein mit der Beschuldigung des Konzils, den Glauben der Kirche verraten zu haben. Das kann so nicht weiter gehen, und das muss sich die katholische Kirche auch mit aller Entschiedenheit verbitten. Wer diesen Vorwurf aufrecht erhält, der kann nicht mehr darauf zählen und damit rechnen, in der Einheit der katholischen Kirche zu sein.“

Das Nachrichtenmagazin Focus berichtete am Montag, dass eine Stellungnahme aus der Glaubenskongregation zur Piusbruderschaft unmittelbar bevorstehe. Diese hänge zusammen mit der Erklärung, die die Piusbrüder am 30. Juni 2013, dem 25. Jahrestag ihrer von der katholischen Kirche als unrechtmäßig betrachteten Bischofsweihen, abgegeben haben. Darin bekräftigten die Piusbrüder ihre Auffassung, mit der Weihe einen Schritt zur „Rettung des Glaubens“ unternommen zu haben.

(münchner kirchenradio/focus 09.07.2013 mg)


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