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Home >  Caritas und Solidarität  > Artikel von 2013-07-19 14:24:00
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Syrien: Fünf Prioritäten für die Caritas



RealAudioMP3 In Syrien ist keine Ende des Konflikts in Sicht: Der Bischof von Aleppo und Präsident von Caritas Syrien, Antoine Audo, geht davon aus, dass auch in den kommenden Monaten die Menschen in dem Krisenland vor allem Versorgung und Unterstützung brauchen. Die Friedensgespräche seien derzeit „leider wenig ergiebig“, so der Bischof gegenüber Radio Vatikan. Für Caritas Syrien gebe es deshalb fünf Prioritäten, die derzeit verfolgt werden:

„Der erste Punkt ist die Nahrungssicherung. Jeder Bürger des Landes sollte Zugang zu genügend Essen und Trinken haben. Die Caritas hat im ganzen Land verschiedene Lebensmittel-Verteilzentren eingerichtet. Mit der Wirtschaftskrise und der Entwertung der syrischen Währung sowie der Arbeitslosigkeit ist die Gefahr von hungernden Menschen sehr groß. Deshalb sind unsere Verteilzentren sehr wichtig.“

Eine zweite Priorität ist die Sicherung der medizinischen Versorgung. Dank einer Zusammenarbeit mit verschiedenen europäischen Caritasverbänden konnte auch der Zugang zu Ärzten und Pflegepersonal gesichert werden, so Bischof Audo.

„Ein drittes Problem betrifft das Dach über dem Kopf: Viele wissen das vielleicht nicht, aber Binnenflüchtlinge in Syrien bezahlen oftmals hohe Mietkosten für die Zelte, in die sie geflüchtet sind. Es gibt Familien, die uns gefragt haben, aber viele scheuen sich davor und bezahlen hohe Summen. Caritas Syrien hingegen verlangt kein Geld von Menschen, die an sich schon sehr viel Leid ertragen müssen.“

Die vierte Priorität sei das Bildungswesen, denn die Zukunft eines Landes seien die Kinder und diese bräuchten Bildung, betont Bischof Audo.

„Wir von der Caritas bezahlen auch Studiengelder für Studenten in Aleppo, damit sie beispielsweise zur Universität fahren können. Denn das Problem ist nicht, dass es keine Universität gibt, sondern dass die Studenten sich die Fahrt zum Schulgebäude nicht leisten können. Die fünfte Priorität für uns lautet: auch ältere Menschen dürfen nicht vergessen werden. Oft sind sie es nämlich, die bei Kriegssituation am ehesten vergessen werden. Die Caritas lässt sie aber nie im Stich.“

(rv 19.07.2013 mg)


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