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Home >  Ökumene  > Artikel von 2013-07-22 13:52:47
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Ägypten: Tawadros führt weiterhin keine Generalaudienzen durch



Die Mittwochsaudienzen des koptischen Papst-Patriarchen Tawadros II. fallen weiterhin aus. Das berichtet die österreichische Stiftung „Pro Oriente“ am Montag. Grund für die Absage sei die Sorge um Sicherheit der Gläubigen bei Massenversammlungen angesichts der Drohungen der islamistischen Propaganda. Schon seit dem 3. Juli gibt es keine Mittwochsaudienzen mehr mit Tawadros. Wie der Generalsekretär des Nationalen Kirchenrates, Pfarrer Bishoy Helmy, berichtet, sei die Lage im Land nach dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi und der politischen Übergangsphase unter Leitung der Armee schwierig.

Der koptisch-katholische Bischof von Minya, Boutros Fahim Awad Hanna, sagte im Gespräch mit der vatikanischen Nachrichtenagentur Fides, Tawadros II. fürchte nicht um sein Leben. Es gehe ihm vielmehr darum, Massenversammlungen wie die Mittwochsaudienzen zu vermeiden, die eventuell zum Ziel von Anschlägen werden könnten. In der islamistischen Propaganda würden die Christen - und insbesondere der Papst-Patriarch - für die Ablösung von Präsident Mursi verantwortlich gemacht.

Das ägyptische Innenministerium hat inzwischen für Tawadros II. und für den Großscheich der Al Azhar-Universität, Ahmed al-Tayyeb, umfassende Sicherheitsmaßnahmen verfügt. Die beiden geistlichen Führungspersönlichkeiten waren am 3. Juli gemeinsam mit General Abdelfattah al-Sisi im Fernsehen, als der General und Verteidigungsminister sein Übergangsprogramm für die Zeit nach dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mursi darlegte.

Von den 33 Ministern der am 16. Juli gebildeten Übergangsregierung des neuen Premierministers Hasem el-Beblawi sind drei koptische Christen: Laila Rashed Iskandar leitet das Umweltministerium, Mounir Fakhry Abdel Nour ist für das Ministerium für Handel und Industrie verantwortlich und Ramsi George leitet das Ministerium für Wissenschaft. Mit mehreren Frauen und Christen im Kabinett bildete Beblawi ein Kabinett, das für Islamisten nur schwer zu verkraften ist und von diesen als Provokation angesehen wird.

(kap 2.07.2013 mg)


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