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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2013-08-06 14:54:29
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Papstbotschaft zum Missionssonntag: Verkündigung ist wesentlicher Teil des Glaubens



RealAudioMP3 Glaube ist ein Geschenk, das man nicht für sich behalten kann, sondern das weitergegeben werden muss. Mit diesem Grundprinzip beginnt Papst Franziskus die Botschaft zum diesjährigen Weltmissionssonntag, die der Vatikan an diesem Dienstag vorgestellt hat.

Wer die Frohe Botschaft für sich selbst behalten wolle, werde ein steriler und kranker Christ, so Papst Franziskus. Verkündigung sei ein integraler Bestandteil des Christseins. In seiner am vergangenen Pfingstfest unterschriebenen Botschaft interpretiert der Papst diese christliche Grunddynamik: Sie sei nicht nur geographisch gemeint, sondern es gehe bei der Glaubensweitergabe um alle Völker, Kulturen und Individuen. Die Ausweitung des Glaubens müsse auch die Grenzen überschreiten, die im inneren des Herzens existierten.

Papst Franziskus benennt drei Herausforderungen: Erstens begegne die Verkündigung heute dem Vorurteil, dass sie ein Angriff auf die Freiheit sei. Dem begegnet der Papst mit einem Gedanken aus der Enzyklika Evangelii Nuntiandi von Papst Paul VI.: In Klarheit und mit Respekt vor der Meinung der anderen die Wahrheit zu verkünden, sei im Gegenteil ein Tribut an die Freiheit.
Zweitens betont der Papst, dass Verkündigung immer ein Gemeinschaftshandeln sei, ein kirchliches Tun. Nicht die persönliche Inspiration sondern der Auftrag an die Gemeinschaft trage die Glaubensweitergabe.

Drittens umreißt der Papst die Bedingungen, unter die die moderne Welt die Verkündigung stellt: Mobilität und neue Kommunikationsmittel hätten die Kohärenz ganzer Erdteile durcheinander gebracht, dass Menschen permanent in einer Gemeinde oder Gemeinschaft lebten, sei längst nicht mehr der Normalfall. Unter anderem führe das auch dazu, dass in bislang christlich geprägten Kulturen und Regionen Lebensstile Eingang fänden, die vom Glauben weg führten, deswegen brauche die Kirche hier eine Neue Evangelisierung.

All das beruht auf dem Charakter des Glaubens und der Gemeinschaft, dem er anvertraut ist: „Die Kirche – ich möchte das wiederholen – ist keine Hilfsorganisation, kein Unternehmen und keine NGO, sondern eine Gemeinschaft, belebt vom Heiligen Geist.“ Abschließend lobt der Papst einzelne Initiativen und Entwicklungen, denkt aber auch an diejenigen, denen es unmöglich ist, ihren Glauben offen und frei zu bekennen und damit zu verkünden.


Der Weltmissionssonntag wird seit 1926 gefeiert und fällt in diesem Jahr auf den 20. Oktober, einige Ortskirchen weichen aber in ihren Terminen etwas davon ab, in Deutschland etwa feiert man den 27. Oktober, eine Woche später.

(rv 06.08.2013 ord)


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