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Home >  Kultur und Gesellschaft  > Artikel von 2013-08-19 13:08:17
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Italien: Die teuflische Seite der Macht



RealAudioMP3 Macht hat auch eine teuflische Seite. Das betont der Bischof von Rimini, Francesco Lambiasi im Interview mit Radio Vatikan. Am Sonntag hatte er mit einer Messfeier in Rimini das 34. Meeting der katholischen Bewegung „Comunione e Liberazione“ – eine Art italienischer Katholikentag – eröffnet. Franziskus hatte eine Botschaft geschickt: „Wer an der Macht ist, fürchtet diejenigen, die im Dialog mit Gott sind, da Gott den Menschen Freiheit schenkt“, heißt es unter anderem in der Mitteilung des Papstes. Bischof Lambiasi dazu:

„Macht bringt häufig auch eine teuflische Seite mit sich und der Teufel spaltet die Menschen: Er gaukelt ihnen etwas vor. Im Grunde ist das Gegenteil von Glauben nicht so sehr die Ungläubigkeit sondern viel mehr die Vergötterung. Wenn Menschen machtbesessen sind und glauben, sie könnten Gott spielen, dann sind sie auf einem nicht wieder gut zumachenden Irrweg – nicht wieder gut zu machend mit unseren Kräften. Deshalb braucht der Mensch Rettung, eine Rettung die er nur aus Gnade erhalten kann.“

Doch sind sich die Leute überhaupt bewusst darüber, dass sich nicht nur die Wirtschaft sondern auch der Mensch in einer Krise befindet? Nicht umsonst steht das italienische Katholikentreffen in diesem Jahr unter dem Motto „Notfall Mensch“.

„Zu messen, inwieweit sich die Menschen über die anthropologischen Wurzeln der aktuellen Krise bewusst sind, ist eine sehr schwierige Aufgabe. Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Menschen sich immer mehr über das Ausmaß der Krise bewusst werden. Ich sehe sehr viele nachdenkliche Leute, die Fragen mit sich herumtragen, die zu diesem Bewusstsein führen können. Und ich habe auch den Eindruck, dass unser Treffen auch in diesem Zusammenhang eine große Chance darstellt.“

Noch bis Samstag versammeln sich in dem italienischen Badeort mehrere Zehntausend Gläubige zu Gottesdiensten, Gebeten und Diskussionsveranstaltungen über gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen in Italien, Europa und den Krisenregionen der Welt. Traditionell kommen auch zahlreiche italienische Politiker zu der Großveranstaltung.

(rv/kna 19.08.2013 sta)


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