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Home >  Kirche  > Artikel von 2013-08-22 12:51:23
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Ägypten: Reduzierte Feiern an Mariä Himmelfahrt



Die koptisch-katholische Kirche hat ihre für diesen Donnerstag anberaumten Feiern zum Fest Mariä Himmelfahrt auf eine Messe und eine Vesper reduziert. Mariä Himmelfahrt wird in vielen Ostkirchen nach dem julianischen Kalender am 22. August begangen. „Dieses Jahr finden die Feiern in eingeschränkter Form statt, und wir werden uns sehr vorsichtig verhalten müssen“, sagte der Bischof von Luxor, Youhannes Zakaria, am Mittwoch gegenüber dem vatikanischen Fides-Dienst. Radikale Mursi-Anhänger hatten in der Vorwoche Geschäfte, Apotheken und Hotels von Christen in Luxor geplündert, gebrandschatzt und attackiert. Die Zahl der angegriffenen Kirchen in Ägypten liegt laut einer im Nachrichtendienst Asianews veröffentlichten Aufstellung bei 49, dazu kommen mehrere Institute, Bibliotheken und Pfarrhäuser.

„Etwas mehr Sicherheit“
Die Sicherheitsbedingungen besserten sich, nachdem einige Anführer der Extremisten festgenommen worden seien, die junge Menschen zu Gewalt angestiftet hätten, berichtete Bischof Zakaria: „Doch wir Christen bleiben weiter in unseren Häusern, wo wir unterdessen vom Militär mit Brot versorgt wurden", so der Bischof von Luxor weiter. Infolge der Gewalt habe er seine Residenz seit rund drei Wochen nicht verlassen können. „Mit dem Schutz der Polizei und der Armee fühlen wir uns heute sicherer als noch vor wenigen Tagen.“

„Solidarität berührt uns sehr“
Zakaria dankte außerdem den Menschen in aller Welt für ihre Solidarität mit dem ägyptischen Volk. „Ich habe Anrufe aus den Vereinigten Staaten und von einem deutschen Bischof erhalten. Alle folgen der Einladung von Papst Franziskus zum Gebet für Ägypten. Und dieses unglaubliche Solidarität berührt mich sehr“, sagte er und hob hervor, dass auch Muslime litten: „In Ägypten leidet das ganze Volk, denn sowohl Muslime als auch Christen sind von der Gewalt der Extremisten betroffen.“ In Deutschland findet an diesem Donnerstagabend eine ökumenisches Gebet für die Kopten in Ägypten statt.

EU pocht auf Religionsfreiheit
Unterdessen verurteilten die EU-Außenminister am Mittwoch bei einem Treffen in Brüssel die Gewalt in Ägypten gegen religiöse Minderheiten und forderten Religionsfreiheit ein. Terroristische Anschläge auf Kirchen, insbesondere koptische Kirchen und Moscheen, seien nicht entschuldbar und müssten sofort gestoppt werden, sagte die Außenbeauftragte Catherine Ashton nach dem Treffen der Außenminister. Einige EU-Länder hätten sich indes entschlossen, den Export von Waffen und Ausrüstung für Sicherheitskräfte einzustellen. Das jedoch sei die Entscheidung der Mitgliedstaaten, betonte Ashton. Vom zuvor diskutierten Stopp der Finanzhilfe an Ägypten, die von Außenminister Michael Spindelegger gefordert worden war, sahen die Chefdiplomaten ab.

(fides/kap 22.08.2013 pr)


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