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Home >  Gerechtigkeit und Friede  > Artikel von 2013-08-22 12:27:58
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Italien/Syrien: „Wir wissen nicht, was wahr ist, aber die Kinder leiden“



RealAudioMP3 Die Nachrichten, Bilder und Videos, die uns aktuell aus Syrien erreichen, sind so erschreckend und grausam wie der Verdacht hinter ihnen: Die Assad-Truppen sollen Giftgas eingesetzt haben. Nach Angaben der syrischen Opposition seien so am Mittwoch in einem Vorort von Damaskus bis zu 1.300 Menschen getötet worden. Wie viele Menschen wirklich ums Leben kamen, und ob die Vorwürfe stimmen, ist noch unklar, doch die Berichte lösten weltweit entsetzen aus: Bundeskanzlerin Angela Merkel und zahlreiche weitere Staats- und Regierungschefs äußerten sich besorgt und schockiert. Dass sie chemische Waffen eingesetzt hätten, bestreiten beide Parteien; der UN-Sicherheitsrat fordert nach einer Krisensitzung „Klarheit“ über die Ereignisse. Im Gespräch mit Radio Vatikan sagte der Präsident von UNICEF Italien, Giacomo Guerra zu dem möglichen Giftgaseinsatz in Syrien:

„Auch wir bei UNICEF bekommen hier viele verschiedene Nachrichten aus Syrien, und auch von beiden Seiten. Da ist immer auch sehr viel Propaganda dabei. Wir haben unsere Mitarbeiter vor Ort mobilisiert, um so viel wie möglich darüber zu erfahren, was dort passiert ist.“

Auch wenn es bisher keine sicheren Informationen und Beweise für den Einsatz von Giftgas in Syrien gibt, ist eines für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen klar: Unter dem Krieg leiden besonders die Kinder. Seit zwei Jahren dauert der Konflikt in Syrien nun schon an und bisher ist keine Lösung in Sicht:

„Es gab verschiedene Initiativen, auch auf internationaler Ebene, aber alles ist irgendwie bei Oberflächlichkeiten stecken geblieben. Wir hoffen, dass das Thema wieder aufgegriffen wird und wollen auch im September ein Treffen organisieren um die Probleme in Syrien zu besprechen und die Lage der Kinder dabei wieder ins Zentrum zu rücken. Eines ist aber sicher: Ohne die Hilfe der internationalen Gemeinschaft wird es schwierig sein, vor Ort einzugreifen. Die Nachrichten, die uns von dort erreichen sind immer nur bruchstückhaft und sehr gegensätzlich. Wir wissen nie, was wahr ist, aber wir wissen: Die Kinder dort sterben weiter.“

(rv 22.08.2013 sta)


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