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Home >  Audienzen und Angelus  > Artikel von 2013-08-29 10:01:05
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Franziskus trifft Jugendliche: „Die Wahrheit hat man nicht, man begegnet ihr“



RealAudioMP3 Baut eine Welt voller Schönheit, Güte und Wahrheit! Diese Bitte gab Papst Franziskus am Donnerstagnachmittag einer Gruppe von etwa 500 Jugendlichen mit auf den Weg. Die Jugendlichen aus dem italienischen Bistum Piacenza-Bobbio waren anlässlich des Jahres des Glaubens auf einer Pilgerreise nach Rom und trafen den Papst in der Petersbasilika.
„Ich mag es, mit Jugendlichen zusammen zu sein“, so der Papst, denn diese seien „Bringer der Hoffnung“ und „Schöpfer der Zukunft“.

„Immer wieder sagt man mir ‚Padre, was für schlimme Zeiten … da kann man doch nichts machen.’ Wieso soll man nichts machen können? Und ich erkläre, dass man sehr viel machen kann. Aber wenn ein Jugendlicher mir sagt ‚Was für schlimme Zeiten, Padre, da kann man nichts machen!’, dann schicke ich ihn zum Psychiater, nicht wahr? Es ist nicht verständlich, dass es Jugendliche gibt, Jungen und Mädchen, die nicht etwas Großes schaffen wollen, die keine großen Ideale haben, nicht groß auf die Zukunft setzen, oder? Sie machen das, was sie können, aber sie setzen auf die großen und schönen Dinge.“

In allen Jugendlichen sei ein „dreifaches Wollen“, so der Papst: Der Wille zur Schönheit – allen jungen Menschen gefalle die Schönheit. Dann seien sie aber auch „Propheten der Güte“, und dieses Gutsein sei ansteckend. Drittens hätten sie Durst nach der Wahrheit, sie seien auf der Suche nach Wahrheit.

„,Aber Padre, ich habe doch die Wahrheit!‘ Nun, da ist ein Fehler, nicht wahr? Denn die Wahrheit hat man nicht, trägt man nicht mit sich, man begegnet ihr. Es ist Begegnung mit der Wahrheit, die Gott ist, aber man muss sie suchen. Diese drei Sehnsüchte habt ihr im Herzen und die müsst ihr weitertragen, in die Zukunft, und ihr müsst damit die Zukunft schaffen, mit der Schönheit, mit der Güte und mit der Wahrheit. Habt ihr das verstanden? Das ist eine Herausforderung, es ist eure Herausforderung. Wenn ein Jugendlicher ängstlich und traurig ist – es ist eine schlimme Sache, ein trauriger Jugendlicher – dann ist die Schönheit nicht schön, die Güte nicht gut und die Wahrheit ist irgendwas.“

„Habt Mut, geht voran!“ ermutigte der Papst die Jugendlichen. Wo Jugendliche sind, müsse Lärm sein, so Franziskus: Es gebe im Leben immer Menschen, die bremsen wollten oder den Weg verstellten.

„Bitte geht gegen den Strom. Seit mutig und geht gegen den Strom. Und wenn man euch sagt, nein, nimm lieber ein wenig Alkohol, nimm lieber ein wenig von den Drogen … . Nein! Geht gegen den Strom dieser Kultur, die uns so viel Schlimmes bringt! Versteht ihr das? Gegen den Strom gehen: Das bedeutet, Lärm zu machen. Geht voran, aber immer mit den Werten von Schönheit, Güte und Wahrheit!“

(rv 29.08.2013 ord)


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