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Home >  Kultur und Gesellschaft  > Artikel von 2013-09-06 14:44:06
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Iran: Grüße zum jüdischen Neujahrsfest?



Irans Staatspräsident Hassan Rohani hat mit Grüßen zum jüdischen Neujahrsfest Aufsehen erregt. Über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter soll er eine Botschaft an alle Juden gerichtet haben: „Gleich ist in Teheran Sonnenuntergang. Ich wünsche allen Juden der Welt, vor allem den iranischen Juden, ein frohes Rosch Haschana.“ Das teilte der deutschsprachige Informationsdienst „Transparency for Iran“, Offenheit für Iran, am Donnerstag mit. In der Islamischen Republik leben etwa 40.000 Juden. Da sich Rohani aber ausdrücklich an „alle Juden“ wendet, werten Beobachter seine Grußbotschaft auch als Geste guten Willens an Israel. Ob die Nachricht tatsächlich von Rohani stammt, ist derweil unklar: Der Staatspräsident nutze üblicherweise nicht Twitter, heißt es, zudem sind Facebook und Twitter im Iran offiziell blockiert. Gleichwohl gehen Beobachter davon aus, dass die Grüße aus Rohanis Büro stammen: Er könnte den Internetdienst als halboffiziellen Kommunikationskanal nutzen, um Botschaften in die Welt zu tragen, die ihm im eigenen Land Schwierigkeiten machen würden, vermutet beispielsweise die US-Zeitung „Washington Post“.

Der 64-jährige schiitische Rechtsgelehrte amtiert seit August als iranischer Staatspräsident. Sein Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad hatte sich mehrfach mit anti-jüdischen und anti-israelischen Schmähungen hervorgetan. So forderte er, das „Krebsgeschwür“ des Staates Israel von der Landkarte „auszuradieren“.

(idea 06.09.2013 pr)


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