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Home >  Gerechtigkeit und Friede  > Artikel von 2013-09-09 11:44:18
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Nuntius in Syrien: „Riesiges Echo auf Gebetsinitiative“



RealAudioMP3 Großes Echo hat die Fasten- und Gebetsinitiative des Papstes auch in dem Land gehabt, das dabei im Zentrum stand: in Syrien. In Damaskus wurde u.a. in der griechisch-melkitischen Kathedrale gebetet. Das sei sehr „besonders“ und „berührend“ gewesen, berichtet der Apostolische Nuntius in Syrien, Erzbischof Mario Zenari, gegenüber Radio Vatikan:

„Es waren die katholischen und orthodoxen Bischöfe da, auch einige Vertreter der Regierung und des Parlamentes sowie muslimische Gläubige. Die Gebetswache ging etwa zwei Stunden, von 18 bis 20.00 Uhr Ortszeit, doch die Kathedrale war bis Mitternacht geöffnet. Viele Menschen kamen im Anschluss zu mir und baten mich, dem Papst herzlich für diese schöne Initiative zu danken. Es waren auch die lokalen Fernsehsender und Zeitungen da – sie werden der Gebetswache von Damaskus und von ganz Syrien in diesen Tagen sicher großes Gewicht geben.“

In allen christlichen und auch anderen Religionsgemeinschaften in Syrien sei am Samstag gebetet worden, berichtet der Nuntius. Jede Gemeinschaft habe die Gebetswache den eigenen Möglichkeiten nach gestaltet. So hatten einige Gebete bereits am Morgen stattgefunden, weil die Gläubigen in einigen Gegenden aus Sicherheitsgründen abends nicht mehr vor die Tür gehen. Auch die Bewohner des belagerten christlichen Dorfes Maaloula nördlich von Damaskus hatten angekündigt, sie wollten beten. Das Oberhaupt der sunnitischen Muslime in Syrien, Großmufti Ahmad Badreddin Hassou, verurteilte mit Blick auf das von islamistischen Extremisten bedrängte Dorf den Missbrauch des Islams zur Rechtfertigung von Gewalt gegen Christen.

Nach Ansicht von Nuntius Zenari wird die religionsübergreifende Gebetsinitiative positive Spuren im dem kriegsgeschüttelten Land hinterlassen:

„Ich denke, dass sie eine große Wirkung haben wird. Ich sehe schon vor Ort, dass diese Initiative des Papstes und seine Worte wirklich ein außergewöhnliches Echo gehabt haben. Die Leute, mit denen ich spreche, sagen mir, dass die Wirkung seiner Worte und Gedanken und überhaupt der gesamten Aktion ganz außerordentlich war. Ich möchte denken, dass das positiv in die Welt ausstrahlt und sich auch auf bestimmte Entscheidungen auswirken kann.“

Die Entscheidung über einen möglichen Militärschlag in Syrien ist derweil noch nicht gefallen. US-Präsident Obama versucht gerade, neben dem US-Kongress vor allem auch die skeptische Mehrheit der amerikanischen Bürger von der „Richtigkeit“ der Maßnahme zu überzeugen.


(rv/fides/diverse 09.09.2013 pr)


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