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Home >  Kultur und Gesellschaft  > Artikel von 2013-09-19 12:41:05
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D: Trauer um Reich-Ranicki



Als leidenschaftlichsten Streiter und entschiedensten Anwalt der deutschen Literatur hat Bundespräsident Joachim Gauck den verstorbenen Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki gewürdigt. „Alle haben ihn geachtet, viele haben ihn geliebt, wir alle werden ihn vermissen“, erklärte Gauck am Mittwoch in Berlin. „Unser Land trauert um Marcel Reich-Ranicki.“ Der Literaturkritiker war am Mittwoch in Frankfurt am Main im Alter von 93 Jahren gestorben.

Der Bundespräsident erinnerte an das Überleben Reich-Ranickis und seiner Frau Teofila im Warschauer Ghetto: „Er, den die Deutschen einst aus ihrer Mitte vertrieben haben und vernichten wollten, besaß die Größe, ihnen nach der Barbarei neue Zugänge zu ihrer Kultur zu eröffnen.“

Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, erklärte in München, mit Reich-Ranicki verliere die Welt „nicht nur einen großartigen Menschen“, sondern auch „ein Stück deutsch-jüdische Geschichte“: „Wir trauern um einen ganz, ganz Großen.“ Reich-Ranicki habe in erheblichem Maße zur Versöhnung und zum gegenseitigem Verständnis zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen in Deutschland beigetragen.

(kna 19.09.2013 sta)


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