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Home >  Apostolische Reisen  > Artikel von 2013-09-22 18:10:03
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Franziskus an Jugendliche: Der Herr kommt immer ans Ufer unseres Lebens"



RealAudioMP3 Ein Höhepunkt der Herzlichkeit: die Begegnung Papst Franziskus mit Jugendlichen am Sonntagabend in Cagliari. Im Hintergrund der Hafen mit seinen großen Fährschiffen und Kränen, auf dem Platz – auch einer Art Salon von Cagliari – 100.000 Jugendliche, Pilger, Chöre, Familien, Neugierige. Ausgehend vom Evangelium der Fischer, die ohne Fang ans Land zurückkehren, aber auf Jesu Wort hin nochmals ausfahren und beim zweiten Mal volle Netze einholen, riet der Papst den Jugendlichen, bei Misserfolg nicht gleich aufzugeben.

„Die Erfahrung des Versagens, etwas läuft schief, eine Enttäuschung... in der Jugend blickt man auf die Zukunft, aber manchmal kommt es zu einem Versagen: das ist eine Prüfung, und sie ist wichtig!“

Die Kirche mache dieselbe Erfahrung: die Priester, Religionslehrer, Gruppenleiter geben alles, aber die Ergebnisse entsprächen nicht immer ihren Bemühungen. Da gelte es, nicht dem Pessimismus und dem Misstrauen zu verfallen. „Ein Jugendlicher ohne Freude und Hoffnung ist Besorgnis erregend! Es ist kein Jugendlicher!“, rief der Papst. Petrus habe in der Situation des missglückten Fischzugs ganz auf Jesus vertraut – nicht auf seine eigenen Kräfte und Erfahrungen.

„Der Herr ist immer mit uns. Er kommt zum Ufer unseres Lebens, er ist uns in unserem Versagen nahe, in unserer Zerbrechlichkeit, in unseren Sünden, um sie umzuwandeln. ... Nehmt die Worte von Jesus als an euch gerichtet wahr: Gewinnt an Fahrt und werft die Netze aus, Jugendliche von Sardinien!“

Es sei nicht recht, sich zu begnügen mit dem „Wir haben nichts gefangen“. Jesus gebe die Kraft dazu, von neuem auszufahren.

„Da ist die Gefahr der Klage und des Aufgebens. Das lassen wir jenen, die der „Göttin Klage“ folgen! Wenn alles festgefahren scheint, die persönlichen Probleme uns beunruhigen, das soziale Unbehagen keine Antworten findet, dann sollen wir uns nicht geschlagen geben. Der Weg ist Jesus: ihn auf unser Boot zu lassen und mit ihm auszufahren!“ Und so rief der Papst den Jugendlichen in Erinnerung, dass auch sie dazu berufen sind, „Menschenfischer“ zu sein.

„So sind die Heiligen: Sie kommen nicht perfekt und bereits heilig zur Welt. Sie werden es, weil sie wie Simon Petrus auf das Wort des Herrn vertrauen und ausfahren.“

Am Ende sprach Franziskus kurz von der tragischen Nachricht, dass bei einem Selbstmorandschlag auf eine Kirche in Pakistan 70 Menschen umgekommen seien. An die Jugendlichen gewandt, bat er sie eindringlich, an einer Kultur des Friedens zu bauen und niemals den Weg der Gewalt und des Krieges zu gehen.

(rv 22.09.2013 gs)



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