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Home >  Apostolische Reisen  > Artikel von 2013-09-22 15:57:12
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Papst: „Es gibt auch Arroganz im Dienst an den Armen"



RealAudioMP3 „Die Demut von Christus ist real, es ist seine Wahl, unter den Kleinen und den Ausgeschlossenen zu sein.“ Das hat Papst Franziskus am Sonntagnachmittag in Cagliari vor Armen und Strafgefangenen in der Kathedrale von Cagliari gesagt. Eine so begründete Nächstenliebe sei keine Ideologie, sondern „eine Lebensweise, die von der Liebe ausgeht und vom Herzen Gottes des Vaters“. Ausdrücklich warnte er vor einer zur Schau stellenden Form der Caritas:

„Die Werke der Nächstenliebe sind Nächstenliebe, mit Zärtlichkeit und immer mit Demut! Wisst ihr? Manchmal findet man auch Arroganz im Dienst an den Armen! Manche machen sich schön, füllen sich den Mund mit den Armen: einige instrumentalisieren die Armen für persönliche oder Gruppeninteressen. Ich weiß, das ist menschlich, aber es ist nicht gut! Und mehr noch: Das ist Sünde. Es wäre besser, sie blieben zu Hause!“

Es sei auch nicht damit getan, Christus anzuschauen: „Jesus ist nicht zu einer Modenschau in die Welt gekommen“, so der Papst wörtlich. Vielmehr sei Jesus der Weg, „und ein Weg ist dazu da, gegangen zu werden.“ Wer Christus auf dem Weg der Nächstenliebe wirklich folge, der säe Hoffnung. Und an Hoffnung habe „die italienische Gesellschaft heute viel Bedarf“.

„Wer politische und gesellschaftliche Verantwortung trägt, hat eine Aufgabe, die die Bürger auf aktive Weise unterstützen müssen. Einige Mitglieder der christlichen Gemeinde sind dazu berufen, sich auf dem Feld zu Politik zu engagieren, die eine hohe Form der Nächstenliebe ist, wie Paul VI. sagte. Aber als Kirche haben wir alle die Verantwortung, Hoffnung zu säen mit Werken der Solidarität ... die Caritas ist Ausdruck der Gemeinde, und die Stärke der christlichen Gemeinde ist es, wie Sauerteig die Gesellschaft von innen wachsen zu lassen.“

Franziskus hat bei seinem eintägigen Besuch auf der italienischen Insel Sardinien ein enges Programm. Am Nachmittag traf er zunächst von der Caritas betreute Arme und Strafgegangene. Danach stand eine Begegnung mit Vertretern der Welt der Kultur in der Theologischen Fakultät Sardiniens sowie mit Jugendlichen auf dem Programm.

(rv 22.09.2013 gs)


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