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Home >  Kirche  > Artikel von 2013-10-02 09:41:10
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Kardinal Sandri: „Papst betont die Kollegialität“



Der Papst will Kollegialität als Merkmal der Kirche unterstreichen. Dies betont Kardinal Leonardo Sandri, der Präfekt der vatikanischen Ostkirchenkongregation. Er äußerte sich am Dienstag am Rande des Friedenstreffens von Sant’Egidio vor Journalisten in Rom:

„Es gibt das Papstprimat, aber es gibt auch die Kollegialität. Und Papst Franziskus will das unterstreichen, getröstet durch die Meinung aller Kardinäle und auch durch die Generalkongregationen, die vor dem Konklave durchgeführt wurden.“

Ein Hinweis darauf sei die Einrichtung der achtköpfigen Beratergruppe zur Kurienreform durch den Papst sowie seine Betonung der Bedeutung der Bischofssynode und deren Teilhabe an Entscheidungsprozessen. Ein Anliegen der auf den Weg gebrachten Kurienreform ist laut Kardinal Sandri die Garantie einer Kirche nah am Menschen:

„Die Kirche Jesu ist die Kirche des Evangeliums, der Evangelisierung und des Dienstes am Nächsten, vor allem für die Armen und Verstoßenen. Die Strukturen, die man braucht, um dies tun zu können, muss man versuchen zu behalten, doch das Leben und die Begegnung der Menschen muss dabei Vorrang haben vor den Strukturen. Denn diese ersticken oft die Stimme des Geistes.“

Was die Dauer des Reformprozesses betrifft, warnte Sandri vor der Erwartung allzu schneller Ergebnisse: „Reformen sind immer graduell“, erinnerte der Kardinal. Die achtköpfige Kardinalsgruppe, die den Papst zur Kurienreform beraten soll, hat am Dienstag offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Die Beratungen finden hinter verschlossenen Türen statt.

Kardinal Sandri äußerte sich auch zum bevorstehenden Assisi-Besuch des Papstes. Franziskus kehrt am kommenden Freitag anlässlich des Jahresfestes des Heiligen in dem italienischen Städtchen ein, begleitet von hunderttausend Pilgern, eintausend Journalisten und den acht Kardinälen, mit denen er in den Tagen zuvor über den Umbau der Kurie diskutiert. Kardinal Sandri:
„Papst Franziskus wird der Welt den ,Armen von Assisi’ vor Augen führen, der im Übrigen ja auch Patron Italiens ist. Wir werden alle mit ihm in Assisi wiederholen: ,Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens...’ Dieses Gebet müssen wir in dieser Zeit fast jeden Tag beten. Der Papst wird mit seinem Besuch in Assisi, indem er dieses Armutsmodell wieder vorschlägt, die Aufmerksamkeit auf diese Spiritualität des Friedens, der Armut und der Einfachheit lenken.“

Kardinal Sandri hält sich ab Donnerstag zu einem dreitägigen Besuch in Deutschland auf. Anlässlich der Eröffnung der "Missio"-Kampagne ist er am kommenden Sonntag in Köln, wo er den Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, und den koptisch-katholischen Patriarchen Ibrahim Sidrak treffen wird. Zuvor wird er sich u.a. bei den Hilfswerken missio und Misereor über deren Wirken im Nahen Osten informieren. Der Besuch des Präfekten der Ostkirchenkongregation wolle ein "Zeichen der Anerkennung und der Ermutigung für die bewundernswerte Solidarität gegenüber den orientalischen Kirchen" setzten, teilte die Kongregation in einer Pressemeldung mit. Diese seien vor allem im Irak, in Ägypten, in Syrien und im Heiligen Land in der letzten Zeit sehr bedrängt. Am Samstag stattet Kardinal der chaldäischen Diaspora-Gemeinde in Essen einen Besuch ab. Dort wird er eine Messe feiern.

(rv 02.10.2013 pr)


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