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Home >  Apostolische Reisen  > Artikel von 2013-10-04 19:22:42
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Papst an Jugendliche: Seid Diener des Evangeliums



RealAudioMP3 Papst Franziskus hat Jugendliche ermutigt, endgültige Entscheidungen für ihr Leben zu treffen. Bei einer Begegnung mit 12.000 Jugendlichen vor der Basilika Santa Maria degli Angeli am Freitag in Assisi riet der Papst dazu, die Liebe zum Partner reifen zu lassen, sich gut auf die Ehe vorzubereiten, zu beten und im übrigen auf den Herrn zu vertrauen. Gleichzeitig wandte er sich gegen eine „Kultur des Vorläufigen“, die heute hohe Verbreitung habe: Nicht wenige Paare hielten nur zusammen, solange die erste Liebe dauere. Sogar ein junger Seminarist habe ihm einmal gesagt, er wäre gerne Priester für zehn Jahre, um dann etwas anderes zu tun. „Aber Jesus hat uns nicht vorübergehend gerettet, sondern für ewig“, wandte Franziskus ein. Die Ehe sei eine wahre und eigene Berufung, ebenso wie das Priestertum und das Ordensleben.

Zudem rief der Papst die Jugendichen dazu auf, „Diener des Evangeliums“ zu sein. Dabei erinnerte er an die Aussage des Heiligen Franziskus: „Verkündige das Evangelium, wenn es sein muss, auch mit Worten.“

„Hier in Assisi, bei der Portiunkula-Kiche, kommt es mir vor, als hörte ich die Stimme des Heiligen Franziskus, die für uns wiederholt: Evangelium, Evangelium! Er sagt das auch zu mir, eigentlich vor allem zu mir: Papst Franziskus, sei Diener des Evangeliums! Wenn ich kein Diener des Evangeliums bin, ist mein Leben nichts wert.“

Das Evangelium sei aber nicht bloß eine religiöse Angelegenheit. Vielmehr betreffe die Frohe Botschaft den ganzen Menschen, die Welt, die Gesellschaft, die menschliche Zivilisation. Dass die Menschheit Erlösung brauche, sei evident.

„Jeder von uns braucht Erlösung. Erlösung wovon? Vom Bösen. Das Böse wirkt, es tut seine Arbeit. Aber das Böse ist nicht unbesiegbar, und der Christ gibt nicht auf im Kampf gegen das Böse. Unser Geheimnis ist, dass Gott größer ist als das Böse: Gott ist unendliche Liebe, grenzenlose Barmherzigkeit, und diese Liebe hat das Böse an der Wurzel des Todes und der Auferstehung Christi besiegt. Das ist das Evangelium, die Frohe Botschaft: Die Liebe Gottes hat gesiegt!“

Das Evangelium als Botschaft des Heils haben zwei Ziele: Das eine, den Glauben zu erwecken, das andere, die Welt nach dem Plan Gottes zu verwirklichen. Die beiden gehörten freilich zusammen, erinnerte der Papst. Gerade der Heilige Franziskus habe beides getan,

„mit der Kraft des einen Evangeliums. Franziskus hat den Glauben wachsen lassen und die Kirche erneuert; gleichzeitig hat er die Gesellschaft erneuert und hat sie – wieder mit dem Evangelium - geschwisterlicher gemacht.“

Zuvor hatte Franziskus in Assisi am Grab der Heiligen Klara gebetet und die dort beheimatete Gemeinschaft der Klarissen besucht. Gerade Klausurnonnen seien dazu berufen, eine große Menschlichkeit zu haben, „so groß wie die Mutter Kirche“, und alle „Dinge des Lebens“ zu verstehen und alles zu verzeihen. Deshalb sei es schön, wenn Leute ins Sprechzimmer eines Klausurklosters kämen und um Gebet bitten.

Zum Abschluss seiner Assisi-Visite legte Franziskus noch eine kurze Gebets-Station am Heiligtum von Rivotorto ein, bevor er nach seinem 13 Stunden dauernden Besuch mit dem Hubschrauber zurück nach Rom flog.

(rv 04.10.2013 gs)



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