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Home >  Audienzen und Angelus  > Artikel von 2013-10-06 12:43:48
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Papst zu Lampedusa: „Lassen wir unser Herz weinen“



RealAudioMP3 Papst Franziskus hat den Bürgern von Assisi für den „herzlichen Empfang“ gedankt. Am Freitag hatte er zum Fest des heiligen Franz von Assisi dessen Städtchen in Umbrien besucht. „Stellt euch vor, das war das erste Mal, dass ich in Assisi war“, so der Papst. „Es war für mich ein großes Geschenk, diese Pilgerfahrt durchführen zu dürfen... vielen Dank!“


Bei seinem Angelusgebet am Petersplatz sprach Franziskus an diesem Sonntag über das Lukasevangelium, in dem Jesus zu seinen Jüngern sagt: „Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Hebt dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen“ (Lk 17,6). „Ein Senfkorn ist winzig klein, aber Jesus sagt, dass schon so ein winziger Glaube reicht – winzig, aber echt und ehrlich. Dann kann man schon menschenunmögliche Dinge tun. Das ist wahr! Wir alle kennen doch einfache Leute, die aber einen starken Glauben zum Berge-Versetzen haben! Denken wir doch an diese Eltern, die sehr schwierige Situationen meisten; oder an bestimmte Schwerkranke, die anderen völlige innere Ruhe vermitteln. Diese Personen rühmen sich nicht dessen, was sie tun, sondern sagen einfach: Wir sind doch unnütze Diener, wir tun nur unsere Schuldigkeit...“

„Gebet ist der Atem des Glaubens“

Jeder Christ solle in seinem Alltagsleben Zeugnis von seinem Glauben geben, wünschte sich Papst Franziskus. Auch noch der allerkleinste Glaube habe seine Kraft. „Und woher bekommen wir diese Kraft? Aus dem Gebet zu Gott. Das Gebet ist der Atem des Glaubens. Im Gebet spricht die Seele mit Gott. “ Von seinem vorbereiteten Redetext abweichend, rief der Papst wie schon mehrfach in den letzten Tagen zum Gebet für die vor der Insel Lampedusa ertrunkenen Bootsflüchtlinge auf. „Ich will mit euch zusammen an die Menschen erinnern, die am letzten Donnerstag das Leben vor Lampedusa verloren haben. Beten wir schweigend für diese unsere Brüder und Schwestern: Frauen, Männer, Kinder... Lassen wir unser Herz weinen. Beten wir in Stille.“


Aus dem Vatikan wurde an diesem Sonntag bekannt, dass Papst Franziskus den polnischen Kurien-Erzbischof Konrad Krajewski nach Lampedusa geschickt hat, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Krajewski, erst unlängst im Beisein des Papstes zum Bischof geweiht, ist der für Almosen Verantwortliche des Vatikans („elemosiniere“). Er segnete am Sonntagmittag in Lampedusa die Leichname mehrerer Opfer der Schiffskatastrophe, die von Tauchern geborgen worden sind.

(rv 06.10.2013 sk)


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