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Home >  Audienzen und Angelus  > Artikel von 2013-10-09 11:43:09
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Franziskus: „Katholische Kirche ist vielfältig und universell“



RealAudioMP3 Die katholische Kirche ist universell, vielfältig und schöpft Kraft aus der Einheit. Daran hat der Papst an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz erinnert. Vor tausenden Pilgern, die sich trotz Regen auf dem Petersplatz versammelt hatten, ging Franziskus auf die Katholizität der Kirche ein. Ausgehend vom griechischen Wortstamm „kath’olòn“ – „das Ganze betreffend, allgemein“ betonte er die Totalität des christlichen Glaubens:

„Die Kirche ist katholisch, weil sie universell ist, sie ist in jedem Teil der Welt verteilt und verkündet jedem Mann und jeder Frau das Evangelium. Die Kirche ist keine elitäre Gruppe, die nur einige wenige betrifft. Die Kirche hat keine Schlösser, sie ist dem Ganzen der Menschen, der Totalität des Menschengeschlechtes gewidmet. Und die eine Kirche ist auch in den kleinsten Teilen ihrer selbst anwesend.“

Ein weiteres Merkmal der katholischen Kirche sei Einheit in der Vielfalt, so Franziskus. Wie in einem großen Orchester spielten die Instrumente der Weltkirche ein gemeinsames Stück, jeder Klang, jede Stimme sei dabei für die Harmonie des Ganzen wesentlich:

„Wir sind nicht alle gleich, und wir müssen nicht alle gleich sein. Wir sind alle anders und verschieden, jeder hat seine eigenen Qualitäten – und das ist das Schöne der Kirche: jeder trägt das Seine bei, das, was Gott ihm gegeben hat, um die anderen zu bereichern. Die einzelnen Komponenten sind unterschiedlich, doch es ist eine Verschiedenheit, die nicht in Konflikt gerät, die sich nicht widerspricht, es ist eine Verschiedenheit, die sich durch den Heiligen Geist in Harmonie vereinigen lässt; er ist der wahre ,Meister‘, er selbst ist Harmonie.“

Und diese Harmonie forderte der Papst aufs Neue ein: Erneut wandte er sich gegen Kräfte in der Kirche, die die Einheit gefährden – Tratsch, Zwietracht und die Unfähigkeit, Vielfalt auszuhalten:

„Niemals schlecht über den anderen reden! Niemals streiten! (…) Gleichförmigkeit zerstört das Leben. Das Leben der Kirche ist Vielfalt, und wenn wir die Uniformität auf alle ausweiten wollen, töten wir die Gaben des Heiligen Geistes!“

Die Gemeinschaft der Kirche sei wie eine Familie, die zum Wachstum und zur Entwicklung aller Mitglieder beitrage, so der Papst weiter. Und sie sei der erste Ort einer Begegnung mit Christus, erinnerte Franziskus, der auch auf die Bedeutung der Sakramente einging:

„In der Kirche findet jeder von uns das Notwendige, um zu glauben und um als Christ zu leben, um zu jedem Ort und in jede Epoche zu gehen. (…) In der Kirche können wir dem Herrn in den Sakramenten begegnen, die offene Fenster sind, durch die uns das Licht Gottes gegeben wird (…).“

(rv 09.10.2013 pr)


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