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Home >  Caritas und Solidarität  > Artikel von 2013-10-12 14:23:36
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D: Marx fordert Solidarität mit Flüchtlingen



Kardinal Reinhard Marx hat zu konkreter Solidarität mit Flüchtlingen aufgerufen. „Bitte helfen Sie vor Ort in Ihren Gemeinden! Wir wollen die Flüchtlinge begleiten und betreuen. Dazu brauchen wir das Engagement der Ehrenamtlichen“, sagte der Erzbischof von München und Freising am Freitagabend bei der Herbstvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken in Freising. Marx teilte in seinem Bericht auch mit, dass sein Generalvikar, Prälat Peter Beer, in einem Schreiben an alle Pfarreien des Erzbistums appelliert habe, zu überprüfen, wo die Kirche helfen könne, auch mit freistehenden Unterkünften.

Kritik an europäischer Flüchtlingspolitik
Der Kardinal kritisierte erneut die europäische Flüchtlingspolitik: „Hinter der Tragödie von Lampedusa steckt der Gedanke, möglichst zu verhindern, dass jemand europäischen Boden betritt. Auch wenn Europa nicht jeden aufnehmen kann, dürfen wir niemanden an den Grenzen zu Tode kommen lassen“, so der Kardinal.

Kardinal Marx hob auch die Bedeutung des Dialogs in der katholischen Kirche hervor. Ausdrücklich warnte er davor, die Gläubigen etwa durch den Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz zu enttäuschen, und forderte, die Ergebnisse dieses Prozesses müssten festgehalten werden: „Im Jahr 2015 muss festgestellt werden: Wir Bischöfe haben zugehört und uns auf etwas verpflichtet.“ Allerdings bat er um Verständnis dafür, dass man mit konkreten Vorstößen noch warten wolle und gemeinsam auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz und in Vernetzung mit der Weltkirche vorgehen werde. Im Januar 2014 werde die entsprechende Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz ihre Ergebnisse vorlegen.

Mit Blick auf die Weltkirche konstatierte der Erzbischof „eine Atmosphäre der Veränderung, auch im Vatikan selbst, eine Suchbewegung“. Papst Franziskus wolle die Kirche „von Narzissmus und vom Selbsterhaltungstrieb befreien, damit unser erstes Interesse die Neuevangelisierung ist und die Menschen im letzten Winkel der Erde erkennen, dass der Glaube an Jesus Christus ein Qualitätssprung in ihrem Leben ist.“

(pm 12.10.2013 sk)


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