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Home >  Ökumene  > Artikel von 2013-10-14 15:59:56
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Kardinal Koch: Katholische und Orthodoxe Kirchen sollen voneinander lernen



Mehr gegenseitige Lernbereitschaft hat der vatikanische Ökumene-Verantwortliche, Kurienkardinal Kurt Koch, von der katholischen und orthodoxen Kirche eingemahnt. Der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen äußerte sich am Wochenende in Wien im Rahmen einer Begegnung mit den Mitgliedern der „Pro Oriente“-Kommission junger orthodoxer und katholischer Theologinnen und Theologen. Die glaubwürdige Stärkung des synodalen Prinzips in der Katholischen Kirche ist für Kardinal Koch eine notwendige Voraussetzung für einen gelingenden ökumenischen Dialog mit der Orthodoxen Kirche. Zugleich sollte auch die Orthodoxe Kirche in Erwägung ziehen, dass der päpstliche Primat auf der universellen Ebene der Kirche nicht nur möglich und theologisch legitim, sondern im Hinblick auf die Einheit sogar notwendig sei: Ohne das Papstamt wäre auch die Katholische Kirche längst in einzelne Nationalkirchen zerfallen, zeigte sich Koch überzeugt. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf innerorthodoxe Spannungen zwischen den einzelnen national verfassten orthodoxen Kirchen.

Das Fazit des Kardinals: Die theologische Frage nach dem Verhältnis von Primat und Synodalität müsse vertieft werden. Dabei gehe es nicht um einen Kompromiss auf der Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, vielmehr sollten die Stärken beider Kirchen ins Gespräch gebracht werden. Es brauche Lernbereitschaft von beiden Seiten um zu einem wahren Austausch von Ideen und Gaben zu gelangen, so Koch.

(kap 14.10.2013 mg)


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