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Home >  Religion und Dialog  > Artikel von 2013-10-15 12:59:38
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Malaysia: „Wir werden weiterhin in der Messe Allah sagen“



RealAudioMP3 Der Gerichtsentscheid in Malaysia, der den Christen untersagt, den Begriff „Allah“ für Gott zu benützen, ist „eine politische Entscheidung“. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan P. Lawrence Andrew, der Direktor der katholischen Zeitschrift „Herald Malaysia“. Der Prozess richtet sich vor allem gegen seine Zeitschrift, denn das Verfahren wurde eingeleitet, weil Muslime sich darüber beschwerten, dass die katholische Zeitschrift den Begriff „Allah“ für Gott verwendete. In der Landessprache gibt es kein anderes Wort für Gott. P. Andrew:

„Die Urteilsbegründung scheint mir sehr schwach. Aber, was sollen wir tun? Wir werden auf jeden Fall vor das Bundesgericht gehen. Was wir beim jetzigen Urteilsspruch kritisieren ist, dass gesagt wird, der Begriff ,Allah´sei für Christen nicht üblich, weil es nicht zu unserem Glauben gehöre. Damit sagen sie, dass wir nicht hundertprozentige Gottesgläubige sind. Wir kritisieren diese exklusive Sicht, denn damit wollen sie uns ausschließen.“

Die Bischofskonferenz Malaysias hat derweil angekündigt, dass während der Gottesdienste weiterhin das Wort „Allah“ verwendet werde. Denn es gebe keinen anderen Begriff in der Landessprache für Gott.

„Andere Religionsgemeinschaften haben sich unserem Anliegen angeschlossen. Leider haben sie das aber erst sehr spät gemacht. Sie waren ursprünglich sehr skeptisch. Auch die Regierung war anfangs nicht auf unserer Seite, obwohl wir um Unterstützung baten. Nun sagen alle, dass sie für uns einstehen wollen. Man muss bedenken, dass unsere Insel ursprünglich gar nicht mehrheitlich muslimisch war. Wenn das aber so weiter geht, dann werden wir wohl auch die Sharia einführen.“
(rv 15.10.2013 mg)


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