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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2013-10-15 13:39:03
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Papstmesse: Heilung von der Heuchelei



Götzendienst und Heuchelei sind auch dem christlichen Leben nicht fremd. In seiner Predigt während der Morgenmesse sprach Papst Franziskus an diesem Dienstag über die Laster des Lebens: Um diesen Sünden nicht in die Falle zu gehen, müsse man sich an das Gebote der Gottes- und Nächstenliebe halten. Die Alternative: Man werde ein Apostel seiner eigenen Ideen, ein Verehrer des eigenen Wohlergehens. Wieder einmal reflektierte der Papst damit die Hindernisse, die sich einem christlichen Leben in den Weg stellen können.
Er ging von den Worten des Apostels Paulus aus dem Römerbrief aus: „Sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt.“

„Wir haben alle das Anbeten nötig, denn wir tragen in uns die Spuren und Einprägungen Gottes. Wenn wir Gott nicht anbeten, beten wie die Geschöpfe an. Und das ist der Übergang vom Glauben zur Götzenverehrung. Die Götzendiener haben keinerlei Entschuldigung, denn sie haben Gott ja erkannt, aber nicht verehrt und nicht gedankt. Und was ist der Weg dahin? Das sagt Paulus ganz klar: „Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.“ Der Egoismus des eigenen Denkens, der Glaube, das eigene Denken sei allmächtig, sei wahr: Ich denke die Wahrheit, ich schaffe die Wahrheit mit meinem Denken …“.

Zur Zeit von Paulus sei Götzendienst mit Statuen verbunden gewesen, heute hingegen werfe sich keiner mehr vor Reptilien oder Vögeln nieder, die Form sei heute eine andere.

„Aber auch heute gibt es viele Götzen und Götzenverehrer, viele die von sich selber glauben, dass sie weise seien. Sogar auch unter uns Christen, nicht wahr? Wir alle tragen irgendeinen Götzen in uns. Wir können uns das vor Gott fragen: Was ist mein verborgener Götze? Wer nimmt die Stelle des Herrn ein?”

Was Paulus über die Götzendiener sage, das sage im Evangelium Jesus ähnlich über die Heuchler, verkörpert von den Pharisäern. Diese würden sich äußerlich rein halten, aber innen seien sie voller Bosheit und Schlechtigkeit.

„Jesus rät uns, nicht auf das Äußerliche zu schauen, sondern zur Wahrheit vorzudringen. Wenn du eitel bist, ein Karrierist, ambitioniert, wenn du es magst, gelobt zu werden, oder dich gerne selbst lobst, weil du glaubst, perfekt zu sein: Gib Almosen, und das wird deine Heuchelei heilen. Das ist der Weg des Herrn: Gott anbeten, Gott lieben und den Nächsten. Das ist so einfach, aber auch so schwierig! Das kann man nur mit der Gnade Gottes machen. Bitten wir um diese Gnade.“

(rv 15.10.2013 ord)


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