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Home >  Audienzen und Angelus  > Artikel von 2013-10-16 11:41:19
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Generalaudienz: Apostolisch sein heißt beten und verkündigen



RealAudioMP3 Die apostolische Kirche, das ist einerseits etwas Schönes, andererseits aber auch etwas, das mit Verantwortung verbunden ist. Das erklärte Papst Franziskus ausgehend von einem Satz des Glaubensbekenntnisses, an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem wie immer gut gefüllten Petersplatz. Die Kirche sei apostolisch, weil sie sich auf die Predigt der Apostel gründe, weil sie auf ihrem Zeugnis von Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi aufbaue, erläuterte Franziskus. Die Apostel seien ausgewählt und berufen worden, um das Werk Jesu fortzuführen. Das heiße erstens: beten und zweitens: das Evangelium verkünden.

„Wenn wir an die Nachfolger der Apostel denken, also an die Bischöfe, und zwar an alle Bischöfe – auch der Papst ist Bischof – dann müssen wir uns fragen, ob dieser Nachfolger der Apostel betet und das Evangelium verkündet. Denn das bedeutet Apostel sein und deshalb ist die Kirche apostolisch. Und wir alle, wenn wir Apostel sein wollen, müssen uns fragen: ,bete ich für das Heil der Welt und verkündige ich das Evangelium?‘ “

Der Glaube und die Kirche, die Christus wollte, gründeten sich nicht etwa auf eine Idee oder eine Philosophie, betonte der Papst, sondern vielmehr auf Christus selbst. Apostolisch, das stehe außerdem auch dafür, dass die Kirche ihren Schatz, der in der Heiligen Schrift, im Glaubensbekenntnis, in den Sakramenten und im Dienst der Hirten bestehe, bewahre – so dass die Gläubigen Christus treu sein können und auch heute noch an seinem Leben teilhaben können. Denn Christus sei auch heute noch unter uns, rief Franziskus aus: „Er lebt, denn er ist Auferstanden!“

„Denken wir überhaupt jemals darüber nach, wie wichtig dieses Geschenk ist, das Christus uns gemacht hat, das Geschenk der Kirche? Denken wir jemals daran, wie gerade die Kirche ihren Weg über die Jahrhunderte gegangen ist, wie sie uns trotz aller Schwierigkeiten und Probleme, der Schwächen und unseren Sünden die authentische Botschaft Christi vermittelt? Denken wir jemals darüber nach, dass uns das die Sicherheit gibt, dass das, was wir glauben wirklich ist und das, was Christus uns mitgeteilt hat?“

Auch auf die Verkündigung des Evangeliums ging Franziskus dann noch einmal ausführlicher ein. Hier betonte er erneut, wie wichtig es sei, hinaus zu gehen in die Welt, bis an die Ränder. Eine „verschlossene Kirche“ kritisierte Franziskus in diesem Zusammenhang noch einmal mit deutlichen Worten. Jeder, auch er selbst, müsse sich immer wieder prüfen und fragen, wie er das Evangelium verkünde, ob man nur ein „Sakristei-Christ“ sei, ein „reiner Wortchrist“, oder das Evangelium wirklich lebe. In diesem Sinne lud Franziskus alle dazu ein, die Schönheit, aber auch die Verantwortung dessen, was es heißt, apostolische Kirche zu sein, wiederzuentdecken.

Bei den Grüßen an die deutschsprachigen Pilger wandte sich Franziskus besonders an Schüler, Studenten und Jugendliche:

„Ihr, die ihr in eurer Ausbildung seid, lernt vom heiligen Augustinus, der einmal gesagt hat: Glaube, um zu verstehen, und verstehe, um zu glauben. Der heilige Geist geleite euch auf eurem Lebensweg.“

(rv 16.10.2013 sta)


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