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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2013-10-16 13:31:51
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Papst zum Welternährungstag: Schluss mit der Verschwendung!



RealAudioMP3 Es ist ein „Skandal“, dass es immer noch Hunger und Unterernährung in der Welt gibt. Das schreibt Papst Franziskus an diesem Mittwoch in einer Botschaft zum Welternährungstag 2013. Das Schreiben des Papstes an den Generaldirektor der Welternährungsorganisation FAO, Jose Graziano da Silva, wurde vom Welternährungs-Beauftragten des Vatikans, Erzbischof Luigi Travaglino, bei einer Vollversammlung der FAO am Morgen verlesen.

Hunger und Unterernährung in der Welt könnten nicht als „normal“ oder „naturgegeben“ hingenommen werden, so Papst Franziskus. Der Kampf gegen den Hunger dürfe sich jedoch nicht allein auf Lebensmittelhilfen in akuten Notfällen beschränken – Solidarität mit den Hungernden bedeute vielmehr, diesen Menschen dauerhaft die Möglichkeit zu geben, wirtschaftlich unabhängig zu sein. Hierfür sei ein Wandel des Lebensstils in der westlichen Welt erforderlich.

Konsumdenken und Lebensmittelverschwendung müssten ein Ende haben, fordert der Papst in seinem Schreiben – und er weist daraufhin, dass nach Angaben der FAO ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet werden. Ein „entscheidender Schritt“ zur Ausrottung des Hungers in der Welt sei der Kampf gegen die „Barrieren des Individualismus“ und die „Sklaverei des Profits um jeden Preis“, heißt es dazu in der Papstbotschaft.

Die Lebensmittelverschwendung sei das „traurige Symptom einer Globalisierung der Gleichgültigkeit“, die dazu führe, sich an das Leiden der Mitmenschen zu gewöhnen, so der Papst weiter. Sie sei das Ergebnis einer „Kultur des Aussortierens“, in der Männer und Frauen für die Idole des Konsums und Profits geopfert würden.
In seiner Botschaft betont der Papst auch, dass nicht nur für eine für alle ausreichende Ernährung gesorgt werden müsse, sondern auch für gesunde Lebensmittel.

Franziskus versichert der Welternährungsorganisation FAO in seinem Schreiben, dass die Kirche sie beim Kampf gegen den Hunger unterstützen werde. Und er äußert einen Wunsch: „Möge der Welternährungstag mehr sein, als nur ein jährlicher Gedenktag, und zwar ein wahre Gelegenheit uns selbst und die verschiedenen Organisationen dazu zu bringen, gemäß einer Kultur der Begegnung und der Solidarität zu handeln. So können wir die richtigen Antworten auf das Problem des Hungers und der Unterernährung geben und auch auf alle anderen Fragen, die die Würde eines jeden menschlichen Wesens betreffen.“

Der Welternährungstag wird jedes Jahr am 16. Oktober begangen, weil im Oktober des Jahres 1945 die Welternährungsorganisation FAO gegründet wurde.

(rv/kna 16.10.2013 sta)



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