HomeRadio Vatikan
foto testata   
Andere Sprachen  

Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2013-10-17 11:50:51
A+ A- Drucken



Papstmesse: „Ideologische Christen“ sind eine „Krankheit“



RealAudioMP3 Wenn ein Christ „Schüler der Ideologie wird, dann hat er den Glauben verloren“. Das sagte Papst Franziskus an diesem Donnerstag bei seiner Frühmesse im Vatikan. Der Papst beklagte, dass man in den Innenstädten oft auf geschlossene Kirchentüren stoße: „Eine geschlossene Kirche, sowas kann man nicht verstehen.“ Schlimm sei nicht nur, „dass die Leute nicht hineinkönnen“, sondern „dass auch der Herr, der drinnen ist, nicht hinausgehen kann“. Christen hätten „einen Schlüssel in der Hand“, aber viele benutzten ihn gar nicht, sondern trügen ihn nur mit sich in der Tasche herum.

„Aus Glauben wird so Ideologie, und die Ideologie erschreckt die Menschen, sie treibt sie in die Flucht, sie entfernt sie von der Kirche und entfernt die Kirche von den Menschen. Das ist eine schwere Krankheit, diese ideologischen Christen – eine Krankheit, aber eigentlich nichts Neues, oder? Schon der Apostel Johannes sprach in seinem ersten Brief davon. Christen, die den Glauben verlieren und die Ideologien vorziehen, werden steif, moralistisch, ohne Güte. Wie kann ein Christ so werden? Was passiert mit einem Christen, einem Priester, Bischof oder Papst, der so wird? Das ist ganz einfach: So ein Christ betet nicht. Wenn du nicht betest, dann machst du immer die Tür zu.“

Der „Schlüssel, um die Tür zum Glauben zu öffnen“, sei das Gebet, so Franziskus. Wer nicht bete, sei „arrogant, selbstsicher, nicht demütig“. „Ich sage Beten und nicht: Gebete“, präzisierte der Papst, denn die Schriftgelehrten und Pharisäer zur Zeit Jesu hätten „viele Gebete gesprochen“ – aber um in der Öffentlichkeit als fromm zu gelten. Gebete sprechen und Beten, das seien zwei verschiedene Dinge.

„Diese Leute beten nicht, sie lassen den Glauben fallen und verwandeln ihn in etwas Moralistisches, Kasuistisches, ohne Jesus... Sie sind nicht transparent... Bitten wir den Herrn, dass wir nie aufhören zu beten, um den Glauben nicht zu verlieren und demütig zu bleiben. So werden wir nicht verschlossen sein und anderen nicht die Straße zum Herrn verschließen.“

(rv 17.10.2013 sk)


Teile




Über uns Programmschema Kontakt Freunde von RV RV-Freunde: Downloads Links Andere Sprachen Heiliger Stuhl Vatikanstadt Liturgische Feiern des Papstes
All the contents on this site are copyrighted ©. Webmaster / Credits / Rechtliche Hinweise / Werben auf Radio Vatikan