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Home >  Kultur und Gesellschaft  > Artikel von 2013-10-22 13:39:01
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Papstpredigt: „Gottes Größe versteht man nicht mit dem Kopf“



RealAudioMP3 Mit dem Intellekt allein lässt sich Gott nicht begreifen, es braucht dafür Kontemplation, Nähe und Fülle. Über diese drei Begriffe meditierte Franziskus an diesem Dienstagmorgen bei seiner Predigt im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Man könne Gott nicht mit dem Kopf erschöpfend erklären, so der Papst ausgehend vom Römerbrief des Paulus, die Kirche fasse das Geheimnis Gottes in Begriffen des Wunders und Mysteriums.

„Das Mysterium unserer Rettung, unserer Erlösung, zu erfassen, sagt uns Paulus hier, begreift man nur auf Knien, bei der Kontemplation, nicht allein mit dem Intellekt. Wenn die Intelligenz ein Geheimnis erklären will, wird sie immer – immer! – verrückt! Uns so ist es in der Geschichte der Kirche passiert. Kontemplation, das will heißen Intelligenz, Herz, Knie, Gebet… alles zusammen, ins Geheimnis eintreten.“

Weiter zeige sich das Geheimnis Gottes in der Nähe zu den Menschen, fuhr der Papst fort – in der Nähe bis zum Selbstopfer.

„Mit fällt da das Bild der Krankenschwester im Krankenhaus ein: Sie heilt die Wunden, eine nach der anderen, doch mit ihren Händen. Gott mischt sich in unsere Leiden ein, nähert sich unseren Wunden und heilt sie mit seinen Händen. Und um Hände zu haben, ist er Mensch geworden. Das ist Jesu Arbeit, persönlich. Ein Mensch hat gesündigt, ein Mensch kommt, um ihn zu heilen. Nähe. Gott rettet uns nicht wegen eines Vertrages, eines Gesetzes; er rettet uns mit Zärtlichkeit, mit Liebkosungen, mit seinem Leben, für uns.“

Und er mache die Fülle der Sünden mit einer Fülle der Gnade gut, fuhr der Papst fort. Hier liege auch die Präferenz Jesu für die Sünder:

„Im Herzen der Menschen überwog die Sünde. Doch Er ging zu ihnen mit dieser Fülle der Gnade und der Liebe. Die Gnade Gottes gewinnt immer, denn Er selbst gibt sich, nähert sich, liebkost und heilt uns. Vielleicht gefällt es einigen nicht zu sagen: ,Diejenigen, die dem Herzen Jesu am nächsten sind, sind die größten Sünder… Er geht sie suchen, ruft alle: ,Kommt! Kommt!‘ Und wenn sie eine Erklärung vom Ihm verlangen, sagt er: ,Die Gesunden brauchen keinen Arzt; ich bin gekommen um zu heilen, um zu retten.“

Leicht sei das Mysterium Gottes nicht zu verstehen, so Franziskus weiter. Kontemplation, Nähe und Fülle könnten hier helfen, schlug er vor. Gott sei uns mit der Fülle seiner Gnade und seiner Zärtlichkeit nah, denn er sei ein Gott der Barmherzigkeit.

(rv 22.10.2013 pr)


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