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Home >  Audienzen und Angelus  > Artikel von 2013-10-23 10:45:57
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Audienz für Gefängnispfarrer: „Die Schwachen fängt man, die großen Fische schwimmen frei herum“



RealAudioMP3 Die väterliche und mütterliche Liebe Gottes macht auch an Gefängnismauern nicht halt. Das sagte an diesem Mittwoch Papst Franziskus in einer Audienz für die Vereinigung italienischer Gefängnispfarrer im Vatikan. Als Erzbischof von Buenos Aires hatte Jorge Bergoglio selber viel Kontakt mit Gefängnisinsassen, auch hatte er am Gründonnerstag mit der Fußwaschungsliturgie in einem Jugendgefängnis seine besondere Beziehung zu diesen Menschen gezeigt. Es sei wichtig, dass die Seelsorger durch Gesten und Worte zeigten, dass Gott nicht draußen bleibe, wenn Menschen durch die für sie sehr schwierige Zeit der Gefangenschaft gingen.

„Sagt ihnen, dass der Herr bei ihnen ist. Auch Er ist ein Gefangener, nicht wahr? Gefangener unseres Egoismus, unserer Systeme, von so vielen Ungerechtigkeiten, wo es einfach ist, den Schwächsten zu bestrafen, oder? Aber die großen Fische schwimmen immer noch frei herum. Keine Zelle ist so abgeschlossen, dass sie den Herrn ausschließen könnte, keine einzige: Er ist dort, er weint mit ihnen, arbeitet mit ihnen, hofft mit ihnen. Seine väterliche und mütterliche Liebe reicht überallhin.“

Er bete darum, dass sich die Herzen aller Menschen dieser Liebe öffneten, so der Papst. Er bete aber nicht nur für die Gefangenen, sondern besonders auch für die Gefängnispfarrer. Diese Seelsorge sei keine einfache Arbeit, fuhr der Papst fort. Sie sei ein Werk der Barmherzigkeit und mache die Anwesenheit Gottes im Gefängnis und der Zelle sichtbar.

„Ihr seid Zeichen der Nähe Christi für unsere Geschwister, die Hoffnung brauchen. Ihr sprecht von einer Gerechtigkeit der Versöhnung, nicht wahr? Aber es braucht auch eine Gerechtigkeit der Hoffnung, der offenen Türen, der Horizonte. Das ist keine Utopie, das kann man schaffen. Es ist nicht leicht, weil unsere Schwächen überall sind, auch der Teufel ist überall, die Versuchungen sind überall … . Aber wir müssen immer danach suchen.“
(rv 23.10.2013 ord)


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