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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2013-10-26 18:28:47
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Papst an Familien: „Gott kennt die Lasten des Familienlebens“



RealAudioMP3 Es braucht mehr Solidarität unter den Generationen. Dazu mahnte Papst Franziskus beim großen Familientreffen im Vatikan am Samstagnachmittag. Die Begegnung war einer der Höhepunkte des Familientreffens, das am Wochenende im Rahmen des bis Ende November dauernden „Jahr des Glaubens“ stattfindet. Das Treffen war von Musik und Liedern sowie Erfahrungsberichten von Familien umrahmt.

Beim großen Familientreffen auf dem Petersplatz betonte der Papst, dass die Familie ein wichtiger „Teil des Volkes Gottes“ sei. Am Samstagnachmittag traf er über 100.000 Kinder und Erwachsene. Ihnen sagte Franziskus:

„Das Leben ist oft mühsam. Arbeiten bedeutet Mühe; Arbeit suchen bedeutet Mühe. Doch was im Leben schwerer wiegt, ist der Mangel an Liebe. Es ist schwer, kein Lächeln zu erhalten, nicht angenommen zu sein. Schwer lastet so manches Schweigen, manchmal auch in der Familie, zwischen Eheleuten, zwischen Eltern und Kindern, unter Geschwistern. Ohne Liebe lastet die Mühe schwerer. Ich denke an die einsamen Alten, an die Familien, die sich abmühen, weil sie keine Hilfe haben bei der Unterstützung derer im Haus, die besonderer Hinwendung und Pflege bedürfen. »Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt«, sagt Jesus.“

Der Herr kenne jedoch die Mühen und die Lasten des Lebens. Er kenne jedoch auch die „tiefe Sehnsucht, die Freude der Erquickung zu finden“, so Franziskus weiter.

„Jesus hat gesagt: »Eure Freude soll vollkommen sein« (vgl. Joh 15,11). Das hat er zu den Aposteln gesagt, und er wiederholt es heute für uns. Dies ist also ist das erste, was ich heute mit euch teilen möchte, und es ist ein Wort Jesu: Kommt zu mir, Familien aus aller Welt, und ich will euch Ruhe verschaffen, damit eure Freude vollkommen sei.“

Seinen zweiten Begriff entnahm Franziskus dem Ritus der Trauung.

„Wer eine sakramentale Ehe schließt, sagt: »Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.« Die Brautleute wissen in jenem Moment nicht, welche Freuden und welche Leiden sie erwarten. Sie brechen auf wie Abraham und machen sich gemeinsam auf den Weg. Das ist die Ehe! Aufbrechen und gemeinsam gehen, Hand in Hand, im Vertrauen auf die große Hand des Herrn.“

Mit diesem Vertrauen auf die Treue Gottes nehme man alles in Angriff, furchtlos und verantwortungsvoll, fügte Franziskus an. Die christlichen Brautleute seien aber nicht naiv, sie kennen die Probleme und die Gefahren des Lebens.

„Ohne wegzulaufen, ohne sich zu isolieren, ohne auf die Aufgabe zu verzichten, eine Familie zu bilden und Kinder in die Welt zu setzen. – Aber heute, Pater, ist das schwierig… – Sicher, es ist schwierig. Darum braucht es die Gnade des Sakraments! Die Sakramente sind nicht dafür da, das Leben zu dekorieren; das Sakrament der Ehe ist nicht eine schöne Zeremonie! Die Christen schließen eine sakramentale Ehe, weil sie sich bewusst sind, dass sie es brauchen! Sie brauchen es, um miteinander vereint zu sein und um ihre Aufgabe als Eltern zu erfüllen. „In guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit“. Und bei ihrer Trauung beten sie gemeinsam und mit der Gemeinde. Warum? Nur weil es so der Brauch ist? Nein! Sie tun es, weil sie es nötig haben für die lange Reise, die sie miteinander machen müssen, sie brauchen die Hilfe Jesu, um gemeinsam vertrauensvoll voranzugehen, um einander Tag für Tag anzunehmen und einander täglich zu verzeihen!“

Doch wenn die Liebe fehle, fehle die Freude. Der Papst betonte dann, dass jede Familie, die wie jene von Nazareth sei, nicht existieren könne ohne die vorangegangenen Generationen.

(rv 26.10.2013 mg)


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