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Home >  Familie  > Artikel von 2013-11-05 11:30:54
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Laienbeteiligung bei Vatikan-Umfrage „mehr als eine Geste“



RealAudioMP3 Der Vorsitzende des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK) rechnet mit einer Laienbeteiligung in Deutschland an der Vatikan-Umfrage zu Familienthemen. Im Interview mit dem Kölner Domradio wertet Alois Glück die gewünschte Beteiligung von Gläubigen an der Umfrage als „eindrucksvollen Schritt“:

„Es ist ein Schritt ganz in der Logik von Papst Franziskus, der denkt und handelt vor allem als Seelsorger, von den Menschen her. Und ich denke, es ist sehr, sehr gut, wenn diese verschiedenen Wirklichkeiten sowohl in unseren eigenen Lebenssituationen hier in Deutschland, aber auch in der Weltkirche insgesamt, auch in ganz unterschiedlichen sozialen und kulturellen Traditionen und Bedingungen, ein entsprechendes Bild übermitteln, was die Situation betrifft und auch, was mögliche Wege für die weitere Entwicklung betrifft. Das ist schon etwas, was zunächst einmal eine starke Geste ist, aber mehr als eine Geste sein wird.“

Laut Medienberichten ist es das erste Mal, dass der Vatikan-Fragenkatalog zur Vorbereitung der nächsten Synode mit der Aufforderung verbunden ist, auch Gemeindemitglieder zu befragen. Die Bischofskonferenz von England und Wales hat in diesem Sinne bereits eine Onlineumfrage unter den Gläubigen gestartet. Glück ist zuversichtlich, dass es in Deutschland eine breite Beteiligung der Laien geben wird, wenn das „ob“ und „wie“ freilich letztlich den Bischöfen überlassen ist.

„Wie und in welcher Weise, darüber werden wir demnächst auch mit der Bischofskonferenz sprechen. Es muss ja letztlich auch in einer Form geleistet werden, dass nicht eine Flut von Papieren kommt, die man in einer absehbaren Zeit auch gar nicht auswerten kann. Insofern wird es auch wichtig sein, in welcher Form und Struktur diese Beteiligung stattfindet. Es muss jedenfalls prinzipiell offen sein, das ist ja ganz der ausdrückliche der Wunsch des Heiligen Vaters, dass die Christinnen und Christen, die Katholikinnen und Katholiken beteiligt werden, das heißt ihre Situation, ihre Einschätzung, ihre Hoffnungen und Wünsche an die Kirche damit auch übermitteln können.“

Das Thema werde am kommenden Freitag beim Treffen zwischen Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angesprochen werden, präzisierte Glück. Er glaubt, dass sich für die Sondersynode 2014 trotz unterschiedlicher gesellschaftlicher Bedingungen in den einzelnen Ländern grundlegende Fragestellungen herauskristallisieren werden:

„Beispielsweise die Realität des Scheiterns von Ehen, der Situation von Familien, der Situation von Alleinerziehenden – das ist ja auch nicht nur ein deutsches Problem. Auch die ganze Frage der kirchlichen Sozialethik in Hinblick auf die junge Generation, aber nicht nur die junge Generation, der ganze Themenkreis, der in der Enzyklika ,Humanae Vitae‘ beschrieben ist und der doch in weiten Teilen, bei einer großen Mehrheit der Katholiken auch innerlich nicht getragen und nicht akzeptiert wird.“

(domradio 05.11.2013 pr)


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