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Home >  Audienzen und Angelus  > Artikel von 2013-11-06 13:09:17
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Generalaudienz: „Beten wir für Noemi“



RealAudioMP3 Die „Gemeinschaft der Heiligen“ im Kontext der Sakramente war das Hauptthema der Katechese an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Bei strahlendem Sonnenschein erinnerte Franziskus daran, dass die Eucharistiefeier und die sechs weiteren Sakramente nicht einfach nur Riten seien. Er forderte die Gläubigen auf, zu einer raschen Taufe von Neugeborenen und zur häufigen Beichte beizutragen. Die Sakramente führen dazu, dass die Gläubigen eine „Gemeinschaft der Heiligen“ bilden, so der Papst.

„Die Sakramente sind nichts Vorgetäuschtes. Die Sakramente sind die Kraft Christi, denn in den Sakramenten ist Jesus Christus gegenwärtig. Wenn wir die Messe feiern, ist in der Eucharistie der lebendige Christus, gerade er, der Lebendige, der uns vereinigt, der aus uns eine Gemeinschaft macht, der uns ermöglicht, beim Vater beten zu können.“

Jeder Christ sei durch die Taufe, die Firmung und die Eucharistie mit Christus verbunden.

„Daher ist es so, dass wenn es einerseits die Kirche ist, die die Sakramente ‚ausführt’, so sind es andererseits die Sakramente, die die Kirche ‚ausmachen’. Die Sakramente schaffen somit die Kirche und stärken unsere Zugehörigkeit. Ohne wohltätige Liebe allerdings nützten auch die Sakramente nichts. Die Gläubigen selbst sind aufgerufen, zum ,Sakrament der Liebe´ zu werden.“

Der Papst betonte, dass man bei der Beichte – also das Sakrament der Versöhnung – Jesus persönlich begegne und nicht einem Priester, der einen dann „verprügle“. Denn im Sakrament sei Jesus, „und das lässt die ganze Kirche wachsen“.

Der zweite Aspekt, auf den sich der Papst bezog, war die Bedeutung der Charismen.

„Der Heilige Geist vermittelt besondere Tugenden, damit man viel Gutes tun kann. Diese Fähigkeiten sind ein Zeichen der Heiligkeit der Kirche und der Mission: Wir alle sind aufgerufen, diese Tugenden in uns und in den anderen zu wahren und sie als Beispiel für ein fruchtbares Tun der Kirche aufzunehmen“.

Deshalb habe einer das Geschenk, so zu sein, wie er ist, fuhr der Papst fort. Man müsse diese Gottesgaben nicht versteckt halten:

„Gott gibt sie uns, damit wir die anderen daran Anteil haben lassen. Der Apostel Paulus hat gemahnt, den Geist nicht auszulöschen: Löscht den Geist nicht aus, den Geist, der uns diese Geschenke gibt, diese Fähigkeiten, diese Tugenden, diese so schönen Dingen, die die Kirche wachsen lassen.“

Beim dritten Punkt in seiner Katechese ging es um die „Gemeinschaft in der Liebe“.

„Wir sind berufen, zum Sakrament der Liebe zu werden, das Gott und die Menschen vollständig verbindet. Die Charismen sind wichtig im Leben der Gemeinschaft, aber sie sind immer nur ein Mittel, um in der Liebe zu wachsen. Ohne Liebe sind auch die außerordentlichsten Geschenke unnütz. Denn ohne Liebe bringen der Kirche alle Gaben nichts. Wo keine Liebe ist, da ist Leere, die vom Egoismus erfüllt wird. Aber wenn wir alle Egoisten sind, also eine Gemeinschaft nur von Egoisten, können wir dann überhaupt noch in Gemeinschaft leben? Kann man in Frieden leben, wenn ein jeder von uns ein Egoist ist? Das geht doch nicht! Deshalb ist die Liebe notwendig, die uns eint.“

Deshalb könne man mit schlechter Laune oder Egoismus die Kirche nicht wachsen lassen, so der Papst. Zum Abschluss seiner Katechese richtete der Papst einen Appell an die Gläubigen und zwar ging es ihm um einen konkreten Akt der Liebe.

„Ich habe vor der Audienz ein schwerkrankes, eineinhalbjähriges Mädchen namens Noemi getroffen. Wir alle kennen sie nicht, aber sie ist ein getauftes Mädchen, sie ist also eine von uns. Bitte, tun wir doch alle einen Akt der Liebe für sie: bitten wir Gott, dass er ihr in diesem Moment helfe und ihr Gesundheit schenkt. Ich bitte euch um einen Moment der Stille und beten alle das ,Ave Maria´.“

(rv 06.11.2013 mg)

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