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Home >  Gerechtigkeit und Friede  > Artikel von 2013-11-06 11:05:36
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Kongo: M23-Rebellen geben auf



RealAudioMP3 Die kongolesische Armee hat angekündigt, die Rebellengruppe M23 besiegt zu haben. Der Aufstand der Miliz sei vorbei. Vertreter der Rebellengruppe räumten ihre Niederlage in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme ein. Die letzten Kämpfe hätten die ganze Nacht von Dienstag über angedauert, am Morgen dann seien die Rebellen in alle Richtungen, größtenteils nach Ruanda, geflohen, berichtete ein kongolesischer Offizier.

Annick Bouvier ist Pressesprecherin des Internationalen Roten Kreuzes in Kinshasa. Sie sagt im Gespräch mit Radio Vatikan, dass sich die Lage im Ostkongo eindeutig verbessert habe. Man merke dies konkret daran, dass wieder die Geschäfte offen seien und der Verkehr rolle.

„Auf den Strassen gibt es sogar schon Stau zu verzeichnen. Es scheint wieder Normalität im Alltag der Ostkongolesen eingekehrt zu sein. Doch die humanitären Konsequenzen darf man jetzt nicht übersehen. Es gibt noch viele offene Wunden des Konflikts und man darf auch nicht vergessen, dass die Gewalt auch in Uganda und Ruanda überschwappte.“

Zwar seien die M23-Gruppen besiegt worden, doch dies bedeute nicht, dass es keine Konflikte mehr in dem Land gebe, so Bouvier.

„Es gibt im ganzen Kongo mehrere Rebellengruppen, die sich gegen die Armee stellen. Die Gewalt ist also weiterhin präsent in dem Land. Unser Augenmerk haben wir vor allem auf die Binnenflüchtlinge gerichtet. Wir konnten diese Woche bereits 18 Kinder zurück zu ihren Eltern bringen, die in Ost-Kivu leben.“

Hintergrund
Die M23-Gruppe ist ein Zusammenschluss von ehemaligen Tutsi-Rebellen, die nach dem Friedensabkommen von 2009 in die kongolesischen Streitkräfte integriert worden waren, dann aber wegen diverser Streitigkeiten wieder desertierten. Die Rebellen begannen im vergangenen Jahr einen Aufstand gegen die kongolesische Regierung in Kinshasa. Sie kontrollierten hierbei wochenlang die östliche Stadt Goma. Nach UNO-Angaben sollen seit 2012 insgesamt 750.000 Menschen aus der Region wegen dem Konflikt geflohen sein.

(afp/rv 06.11.2013 mg)


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