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Home >  Kirche  > Artikel von 2013-11-12 11:43:43
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Italien: Ein Orden im Zwielicht



Die italienische Staatsanwaltschaft verdächtigt den Kamillianer-Orden, illegale finanzielle Transaktionen vorgenommen zu haben. Das berichtet an diesem Dienstag die italienische Zeitung „Corriere della Sera“. Seit einigen Tagen ist bereits der Generalobere des Ordens, Renato Salvatore, wegen Bestechung inhaftiert. Bei den neuen Anschuldigungen sollen nach Erkenntnissen der Ermittler wiederholt mehrere Hunderttausend Euro über das Konto des Steuerberaters der Kamillianer auf Konten bei ausländischen Banken geflossen sein.

Über die Zukunft des Ordens ist auf dessen Homepage nachzulesen, es habe Gespräche zwischen ihrem Generalkapitel und der vatikanischen Ordenskongregation sowie deren Präfekten, Kardinal Joao Braz de Aviz gegeben. Salvatore wurde am vergangenen Mittwoch verhaftet, weil er angeblich im Mai die vorübergehende Festnahme und Vernehmung von zwei Ordensangehörigen durch zwei bestochene Finanzpolizisten arrangiert habe. Nach Auffassung der Ermittler habe er dadurch verhindern wollen, dass die beiden an der Generaloberen-Wahl teilnehmen und gegen ihn stimmen. Komplize des Generaloberen soll der Steuerberater des Ordens, Paolo Oliverio, gewesen sein. Er sowie drei weitere Verdächtige waren ebenfalls verhaftet worden.

Hintergrund
Der 1591 gegründete Kamillianer-Orden engagiert sich vor allem in der Krankenpflege. Weltweit unterhält er Krankenhäuser, Gesundheitsstationen, Lepradörfer und Aids-Zentren. Hinzu kommen Ausbildungsinstitute und Universitäten für Ärzte und Mitarbeiter im Gesundheitsdienst. Den Kamillianern gehören nach eigenen Angaben rund 1.200 Ordensmitglieder an. Salvatore leitet den Orden seit Mai 2007.

(corriere della sera/kna 12.11.2013 mg)


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