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Home >  Kultur und Gesellschaft  > Artikel von 2013-11-17 15:22:41
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Der Heilige Stuhl auf der Biennale in Venedig: Eine Ortsbesichtigung



RealAudioMP3 Genau eine Woche noch, dann endet die Biennale in Venedig, bei der erstmals ein Pavillon des Heiligen Stuhls zu sehen ist. Drei Künstler hat der Päpstliche Kulturrat ausgewählt, Werke für den Pavillon zu gestalten. Für die Premiere des Heiligen Stuhls bei der Mega-Ausstellung für zeitgenössische Kunst setzten sie sich mit der Genesis auseinander, genauer gesagt mit dem Stichwort „Im Anfang“. Die Mailänder Künstlergruppe „Studio Azzurro“ kreierte eine interaktive Videoinstallation, der tschechische Fotograf Josef Koudelka steuerte Schwarz-Weiß-Fotografien bei und der Australier Lawrence Carroll abstrakte Recyclingkunst.

Allein am ersten November-Wochenende kamen 400.000 Besucher zu der alle zwei Jahre stattfindenden Schau zeitgenössischer Kunst – und auch wir waren für diese Sendung vor Ort.

Beim Pavillon des Heiligen Stuhls traf Radio-Vatikan Redakteurin Stefanie Stahlhofen sich mit Petra Schaefer, die als Kunsthistorikerin am Deutschen Studienzentrum in Venedig arbeitet. Sie hat sich im Rahmen ihrer Arbeit für das interdisziplinäre Institut für Venedigforschung in der Lagunenstadt mit der Frage der nationalen Repräsentation auf der Biennale beschäftigt und war dazu unter anderem an einer internationalen Tagung zum einhundert-jährigen Bestehen des Deutschen Pavillons (1912-2012) beteiligt. Zur Eröffnung der Biennale 2013 nahm die Kunsthistorikerin im Juni an einer Führung durch den Pavillon des Heiligen Stuhls mit Micol Forti von den vatikanischen Museen teil. Zum Abschluss der Biennale im November begleitete Petra Schaefer uns spontan noch einmal durch den Pavillon.


„Es ist fantastisch, dass der Vatikan, der kulturschaffend ist, auf der Biennale Venedig vertreten ist. Die Kunstbiennale, das hat Präsident Paolo Baratta auch mehrfach unterstrichen, ist der Ort, an dem sich die Länder als kulturelle Vertretungen präsentieren. Da sollte ein Staat wie der Vatikanstaat, der seit Jahrhunderten existiert, unbedingt auch vertreten sein.“


Der Präsident der Biennale, Paolo Baratta, stellt im Vorwort zum Tagungsband des Deutschen Studienzentrums die Frage, was neue Länder zur Teilnahme an der Biennale bewegt. Seine Erfahrung der letzten Jahre hat offenbar gezeigt, dass mit der Teilnahme an der Biennale der Wunsch nach „Anerkennung“ erfüllt wird. Für den Priester und Kunsthistoriker Pasquale Iacobone vom Päpstlichen Kulturrat steht jedoch etwas anderes im Vordergrund:

„Ich denke, dass auch von unserem Pavillon, der dem Anschein nach sehr weltlich ist, eine Botschaft ausgeht, die den Bereich der Spiritualität und des Glaubens berührt. Wir regen an, sich auf die Ursprünge zu besinnen und die Heilige Schrift noch einmal zu lesen – ausgehend von der zeitgenössischen Kunst. Schließlich ist da auch noch der Appell, sich ganz persönlich damit auseinanderzusetzen, und das ist auch ein Weg des Glaubens.“

Klicken Sie auf das Lautsprechersymbol oben links, um die vollständige Sendung mit dem Rundgang durch den Pavillon des Heiligen Stuhls auf der Biennale zu hören.

Wer sich den Pavillon des Heiligen Stuhls bei der Biennale selbst einmal ansehen möchte, hat dazu noch bis nächsten Sonntag (24.11.2013) Gelegenheit. Alternativ gibt es den umfassend bebilderten Ausstellungskatalog „In Principio. Padiglione della Santa Sede“ mit vielen Hintergrundinformationen auf Englisch und Italienisch. Ansonsten merken Sie sich im Kalender das Jahr 2015 vor – da ist die nächste Kunstbiennale in Venedig – und der Heilige Stuhl wird wieder dabei sein.

(rv 17.11.2013 sta)


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