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Home >  Caritas und Solidarität  > Artikel von 2013-11-19 11:29:47
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Chef der Weltarbeitsorganisation: „Arbeitsweise der Wirtschaft korrigieren“



RealAudioMP3 Das Wohl der Arbeiter, und besonders der Einwanderer, war ein zentrales Thema beim Treffen von Papst Franziskus mit dem Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, Guy Ryder, am Montag im Vatikan. Im Anschluss an die Privataudienz mit Franziskus erklärte Ryder gegenüber Radio Vatikan, die Kirche und die ILO hätten viele gemeinsame Anliegen:

„Papst Franziskus sprach darüber, welche Bedeutung er persönlich und die Kirche der Würde der Arbeit beimessen. Er ging auch darauf ein, was das für eine Herausforderung in der heutigen Welt bedeutet. Besonders sprachen wir über die Not der besonders verletzlichen Menschen, vor allem im Zusammenhang mit Menschenhandel oder den Einwanderer-Arbeitern auf Lampedusa. Wir teilen gemeinsam die große Sorge, dass die Art und Weise, wie die weltweite Wirtschaft aktuell funktioniert, nicht immer zum Vorteil der Schwächsten ist, und das muss korrigiert werden.“

Ryder betonte, dass zur Gruppe der besonders Schwachen auch ein weiterer Bereich gehöre, der oft nicht bedacht werde:

„Das sind all die, die in Privathaushalten arbeiten. Auf der ganzen Welt gibt es mehr als 50 Millionen Haushaltshilfen. Sie sind sehr oft nicht durch Arbeitsgesetze geschützt und genießen auch keine öffentliche Aufmerksamkeit. Das ILO hat erst kürzlich eine Regelung verabschiedet, um die Rechte dieser Menschen zu schützen. Ich hatte das Gefühl, das Papst Franziskus und ich hier beide ein Feld sehen, auf dem es sich lohnt, zu handeln.“

Der Heilige Stuhl arbeitet mit dem ILO bereits in Angelegenheiten von Gerechtigkeit und Frieden zusammen, beide setzen sich für die Rechte von Einwanderern und Arbeitern in vielen verschiedenen Bereichen ein. Besonders lobte Ryder das Engagement für die Seeleute; dort habe die Kirche schon immer eine bedeutende Rolle gespielt und viel praktische Hilfe geleistet. Zum Problem der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa von fast 24 Prozent sagte Ryder, es seien neue Herangehensweisen nötig:

„Wenn Sie nach Griechenland schauen: Da sind 60 Prozent der jungen Leute ohne Arbeit, in Spanien mehr als 50. Da ist doch klar, dass das eine sozial völlig untragbare Situation ist. Deshalb müssen wir die Schaffung von Jobs, besonders für junge Leute, in Europa wieder ins Zentrum der Politik rücken.“

(rv 19.11.2013 sta)


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