HomeRadio Vatikan
foto testata   
Andere Sprachen  

Home >  Gerechtigkeit und Friede  > Artikel von 2013-11-21 13:02:18
A+ A- Drucken



Österreich/Nigeria: „Nur Toleranz ist zu wenig“



Minderheitenschutz und Achtung der Religionsfreiheit sind die wesentlichen Bausteine für Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit in Afrika. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen zwischen Christen und Muslimen in Afrika warnte der nigerianische Kardinal John Onaiyekan am Donnerstag in Wien vor einer pseudodemokratischen Sicht über angebliche Mehrheits-Vorrechte. Onaiyekan äußerte sich bei der IX. Weltkonferenz von „Religions and Peace“. Das Land sei ein Zusammenschluss von Dutzenden Ethnien, und es sei religiös „50 zu 50“ auf Muslime und Christen aufgeteilt. „80 Millionen Christen und 80 Millionen Muslime lachen gemeinsam und leiden gemeinsam“, so der Kardinal: „Die Mehrheit der Nigerianer bedauert keinesfalls, dass uns die Briten zu einer Einheit zusammengeschlossen haben.“ Erst seit drei Jahren gebe es den Konflikt mit den islamistisch-terroristischen Gruppen, sagte Onaiyekan. Diese Entwicklung müsse gestoppt werden. Der Erzbischof von Abuja hob hervor, dass für eine gute Zukunft nicht nur Nigerias, sondern des gesamten Globus, eine andere Haltung als bloße Toleranz notwendig sei. Es brauche ein Annehmen des Anderen, Respekt und Wertschätzung. „Alles andere ist nur politische Korrektheit - das ist zu wenig.“

(kap 21.11.2013 ord)


Teile




Über uns Programmschema Kontakt Freunde von RV RV-Freunde: Downloads Links Andere Sprachen Heiliger Stuhl Vatikanstadt Liturgische Feiern des Papstes
All the contents on this site are copyrighted ©. Webmaster / Credits / Rechtliche Hinweise / Werben auf Radio Vatikan