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Home >  Politik  > Artikel von 2013-12-06 11:18:33
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Papst kondoliert: Nelson Mandela ist tot



RealAudioMP3 Nelson Mandela ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 95 Jahren in Johannesburg. Papst Franziskus betet für den Verstorbenen. Das versichert Franziskus in einem Beileidstelegramm an den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma von diesem Freitag. Der Papst bitte Gott darum, dass die Familienangehörigen Trost und Zuversicht erhalten, gleichzeitig würdigte Franziskus die Verdienste Mandelas im Bereich der Menschenwürde und seinen Einsatz für den Frieden.


Der ehemalige südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger war in den vergangenen Monaten mehrfach wegen Lungenproblemen, die von einer nie ganz ausgeheilten Tuberkulose aus seiner Zeit als Häftling auf Robben Island herrührten, stationär behandelt worden. „Er war wie ein Heiliger“, sagt Gunther Simmermacher, Direktor der katholischen Zeitschrift „Southern Cross“ in Johannesburg. Im Gespräch mit Radio Vatikan geht Simmermacher auf die „großen Taten“ Mandelas ein:

„Er war schon zu Lebzeiten eine Legende. Als er im Gefängnis saß, wurde er zu einer Symbolfigur der Anti-Apartheid-Bewegung. Aber er stellte von Anfang an klar, dass er gegen Gewalt sei, und das machte aus ihm einen wahren Verteidiger der Freiheit.“

Simmermacher weist die Kritik zurück, dass nach dem Tod Mandelas Südafrika „zerfallen“ wird. Dies hatten internationale Medien in den vergangenen Monaten vorausgesagt.

„Mandela wird für immer als jener gelten, der sich immer für Versöhnung einsetzte. Auch in der Post-Apartheid-Ära ist dieser Geist weiterhin präsent. Sicherlich gibt es kritische Stimmen, doch was zählt, ist das Resultat: egal, was deine Meinung über die vergangenen 19 Jahren in Südafrika ist, solange es keine Gewalt gibt und Frieden herrscht, darf jeder darüber denken, was er will.“

19 Jahre nach Ende der Apartheid sei Südafrika dank Mandela nicht nur freier, sondern auch fragiler, sagt Gunther Simmermacher, Direktor der katholischen Zeitschrift „Southern Cross“.

„Nelson Mandela hat eigentlich nichts Neues in Südafrika erfunden. Bereits unter der Apartheid gab es eine Mehrheit, die so dachte wie er. Daher ist Mandelas Einstellung auch heute noch sehr tief in der südafrikanischen Gesellschaft verwurzelt. Die Frage ist aber: wie können kritische Stimmen in einem demokratischen Kontext akzeptiert werden?“

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt in ihrer Online-Ausgabe an diesem Donnerstag: Mandela war ein Politiker, der wie kaum ein anderer schon zu Lebzeiten eine Legende geworden war und der in seinem beständigen Bemühen um friedlichen Ausgleich und Versöhnung nur mit dem Inder Mahatma Gandhi zu vergleichen ist. 27 Jahre lang war der Jurist und Freiheitskämpfer unter dem Apartheidregime in Südafrika eingekerkert.

(agi/rv/faz 06.12.2013 mg)


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