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Home >  Politik  > Artikel von 2013-12-07 15:22:05
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Russland: Medwedew gegen Verfassungsrang des Christentums



Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew lehnt eine von Abgeordneten vorgeschlagene Erwähnung des orthodoxen Christentums in der Verfassung ab. Die Verfassung dürfe keine Religion begünstigen, sagte Medwedew am Freitag in einem Interview mehrerer russischer TV-Sender: „Unsere religiöse Überzeugung soll man nicht mit unserem Parteiausweis verknüpfen.“ Kirchennahe Abgeordnete der Regierungspartei Geeintes Russland und der Mitte-Links-Partei Gerechtes Russland hatten verlangt, die Orthodoxie in der Präambel der Verfassung künftig als „Grundlage der nationalen und kulturellen Identität“ zu bezeichnen. Die Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Familienpolitik, Jelena Misulina, begründete den Vorstoß mit einer Bitte unter anderem von Verfassungsrechtlern. Ziel sei die Würdigung der „Bedeutung der Orthodoxie für die historische Entwicklung Russlands“, nicht die Festlegung einer Staatsreligion. Bislang schreibt die aus dem Jahr 1993 stammende Verfassung eine Trennung von Staat und Glaubensgemeinschaften sowie eine Gleichbehandlung der Konfessionen vor. In einer vor wenigen Tagen veröffentlichten Umfrage sahen allerdings 44 Prozent der Russen das orthodoxe Christentum als Staatsreligion an. Eine knappe Mehrheit von 46 Prozent erklärte, es gebe keine offizielle staatliche Religion.

(kna 07.12.2013 sk)


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