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Home >  Gerechtigkeit und Friede  > Artikel von 2013-12-16 12:34:34
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Nordkorea: „Kim Jong Un will seine Macht sichern“



RealAudioMP3 Während Südkorea seinen neuen Botschafter beim Heiligen Stuhl in Rom vorstellt – er überreichte an diesem Montag dem Papst sein Beglaubigungsschreiben –, ist in Nordkorea ein „familiäres“ Drama im Gange: Medien berichten, dass der Onkel des Regimeführers Kim Jong Un exekutiert worden ist. Dieser war bisher die Nummer Zwei hinter seinem Neffen. Offiziell gibt es keine Nachrichten dazu, doch nach Angaben von Experten handelt es sich um eine Machtpositionierung des noch jungen Regimeführers, der unter anderem in der Schweiz studiert hatte. Nordkorea zählt nach Angaben von „Kirche in Not“ und „Open Doors“ zu den gefährlichsten Ländern für Christen.

Die Exekution des Onkels von Kim Jong Un ist vor allem eine Botschaft, die an China gerichtet ist. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der Korea-Experte beim französischen Forschungsinstitut CNRS, Pascal Dayez-Burgeon.

„Denn der Onkel von Kim Jong Un galt als ein sehr enger Verbündeter Chinas. Die Volksrepublik hat schon seit einiger Zeit vor, vor allem wirtschaftlich in Nordkorea tätig zu werden. Dies ist aber für den Regimeführer ein Dorn im Auge, denn er befürchtet, dass er dadurch an Macht einbüßen könnte. Andererseits galt Jongs Onkel auch als hochkorrupt. Damit wollte wohl das Regime zeigen, wie konsequent es gegen Korruption vorgeht.“

Auch Christen werden in dem Land verfolgt, wie Hilfswerke immer wieder betonen. Willkürliche Exekutionen sind keine Seltenheit in Nordkorea, wo immer noch das Kriegsrecht gilt.

„Lange Zeit galt Kim Jong Un – und das nicht nur in Nordkorea – als ein Prinz, der von Hintermännern kontrolliert wird. Doch in Wahrheit ist er gar nicht so schwach, wie er vielleicht wirkt. Wenn es um Machtpositionierung geht, dann geht er wortwörtlich über Leichen. Wer ihm im Weg steht, wird kaltblütig umgebracht.“

Wie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International mitteilt, lässt Nordkoreas Diktator Kim Jong Un derzeit die Straflager im Land weiter ausbauen. Das größte sei 560 Quadratkilometer groß. Das sei das Dreifache der US-Hauptstadt Washington. Christliche Hilfswerke gehen davon aus, dass in Nordkorea bis zu 200.000 Personen aus politischen und religiösen Gründen inhaftiert sind.

(rv/idea 16.12.2013 mg)


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