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Home >  Apostolische Reisen  > Artikel von 2014-02-03 12:54:39
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Papstbesuch im Heiligen Land: Hoffnung und Befürchtung



Vor zu hohen unmittelbaren Erwartungen an den Besuch von Papst Franziskus im Heiligen Land hat der Jerusalemer Weihbischof William Schomali gewarnt. Der für Ende Mai geplante Besuch sei der wichtigste Besuch des Pontifikats und werde Früchte tragen, „aber wir dürfen sie nicht sofort am nächsten Tag erwarten", sagte der Palästinenser unter Verweis auf Ereignisse wie die Konzilserklärung „Nostra Aetate" oder des Treffens von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras, deren Früchte erst nach Jahren sichtbar geworden seien. Schomali sprach am Sonntagabend im Rahmen einer jüdisch-christlichen Podiumsdiskussion zum Papstbesuch im Heiligen Land. Die Veranstaltung im Rahmen der Uno-„Woche der interreligiösen Harmonie" wurde organisiert vom „Elijah Interfaith Institute".

Bei der Reise ins Heilige Land handle es sich nach dem noch unter seinem Vorgänger Papst Benedikt XVI. geplanten Brasilienbesuch um die erste Auslandsreise von Papst Franziskus, betonte Schomali. Dies zeige die Bedeutung des Besuchs. Persönlich erhoffe er sich vom Papstbesuch konkrete Gesten zur Einigung auf einen gemeinsamen Ostertermin der Ost- und Westkirchen sowie einen Anstoß für den „dringend nötigen" interreligiösen Dialog. Im Heiligen Land sei insbesondere der jüdisch-muslimische Dialog sehr schwach, auch der christlich-muslimische Dialog sei in vielen südlichen Ländern „antagonistisch".

Papstbesuch zu kurz

Kritisch gegenüber dem ungenutzten Potential des Papstbesuchs äußerte sich Rabbiner David Rosen, Beauftragter des Israelischen Oberrabbinats für interreligiöse Beziehungen. Papst Franziskus könnte „so viel tun", stattdessen sei der Besuch „ohne interreligiöse Interaktion" und „so kurz und mit so wenig Inhalt wie nur möglich" angelegt. „Ein gutes Foto, der Papst, ein Rabbiner und ein Mufti Hand in Hand, könnte den Unterschied machen, aber das werden wir nicht bekommen, weil sie nicht zusammentreffen werden", so Rosen. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, Papst Franziskus‘ Besuch werde eine „inspirierende spirituelle Unterstützung für Frieden und Versöhnung" im Heiligen Land sein.

(kipa 03.02.2014 ord)


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