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Home >  Kirche  > Artikel von 2014-02-25 12:18:54
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Frankreich: „Ungenügende Familienpastoral“



Die Ergebnisse der Familienumfrage in Frankreich sind da: Die aktuelle Familienpastoral sei „ungenügend“, resümiert die Französische Bischofskonferenz die Antworten auf die vatikanische Befragung. Auf der Homepage der französischen Bischöfe bezeichnet der Vize-Vorsitzende der Bischofskonferenz, Pierre-Marie Carré, die Ergebnisse als einen „Anstoß zum Nachdenken für die Kirche in Frankreich“. Die starke Beteiligung von Familien, kirchlichen Gruppen und Einzelpersonen zeige das große Interesse der Franzosen und illustriere auch den hohen Stellenwert der Familie. Auf 2.000 Seiten ist die Auswertung der Antworten auf die vatikanische Familienumfrage zusammengefasst.

Zwischen Theorie und Praxis
Auch in Frankreich sei eine Trennung von Kirchenlehre und Praxis der Katholiken festzustellen. Das betreffe vor allem die Bereiche der Empfängnisverhütung und die Frage nach der Sakramentenspendung an geschiedene Wiederverheiratete. Die Lehre der Kirche werde bei diesen Themen zum Teil gänzlich ignoriert, heißt von der Bischofskonferenz. Die Katholiken würden zudem bemängeln, dass das Lehramt den konkreten Problemen der Familien keine Aufmerksamkeit schenke. Es werde vorgeschlagen, sich statt auf die kirchliche Lehre lieber direkt auf die Heilige Schrift zu beziehen. Darüber hinaus müsse die Rolle des persönlichen Gewissens bei den Entscheidungen der Paare stärker respektiert werden.

Orthodoxe Lösung und mehr Offenheit gegenüber Homosexuellen gefordert
Bei den Fragen nach dem Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten wünschen sich die französischen Katholiken, die sich an der Umfrage beteiligt haben, mehrheitlich die Möglichkeit einer zweiten kirchlichen Trauung. Konkret schlage man die „orthodoxe Lösung“ vor. In den orthodoxen Kirchen dürfen Geschiedene nach einer Bußzeit wieder heiraten, solange es sich um eine „stabile Beziehung“ handele.

Was die Einstellung zur Homosexualität angeht, wünschen sich Franzosen mehr Offenheit, doch ohne dass die Kirche auf ihre Lehre zur christlichen Eheschließung verzichten solle. Den Vorschriften zur Geburtenregelung folgten unter Frankreichs Katholiken nur wenige.

(rv 25.02.2014 ms)


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