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Home >  Caritas und Solidarität  > Artikel von 2014-03-05 12:52:13
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Österreich: Landau warnt vor humanitärer Katastrophe in Ukraine



RealAudioMP3 Vor einer humanitären Katastrophe in der Ukraine, die letztlich Auswirkungen auf ganz Europa haben würde, hat Caritaspräsident Michael Landau gewarnt. Von Seiten der politisch Verantwortlichen müsse alles unternommen werden, „damit der Konflikt nicht noch weiter eskaliert“, so Landau am Mittwoch gegenüber der Agentur Kathpress. Er sprach von „der größten Bedrohung für die europäische Stabilität und Sicherheit seit dem Ende des Kalten Krieges“. „Zur Zeit handelt es sich um eine politische Krise, sollte die Lage eskalieren, dann droht in der Ukraine ein humanitäres Drama.“

Aber auch ohne aktuellen Konflikt hätte die Ukraine mit großer Armut und vielen sozialen Problemen zu kämpfen. Die heimische Caritas sei seit mehr als 20 Jahre in der Ukraine tätig - nicht nur in Kiew, sondern etwa auch in Odessa und in Charkow oder im Raum Lemberg, erläuterte Landau: „Insgesamt sind es knapp 40 Projekte, in denen wir uns um Straßenkinder, um Kranke oder auch um alte Menschen kümmern.“

Trotz der Unruhen sei man derzeit noch in der Lage, die humanitäre Arbeit fortzuführen. Die Caritas Österreich habe in einem ersten Schritt bereits 50.000 Euro für Soforthilfe zur Verfügung gestellt: „Wir stehen im engen und täglichen Kontakt mit unseren Partnern vor Ort.“ Caritas-Partner in der Ukraine würden berichten, dass die Situation sich derzeit ein wenig beruhigt habe. Von Stabilität und Sicherheit könne aber keine Rede sein. Sollte die Gewalt wieder aufkommen, seien die Schwächsten der Gesellschaft die ersten Verlierer, so Landau.

Wie der Caritaspräsident berichtete, seien in den vergangenen Tagen und Wochen bereits zahlreiche Hilfsgüter - Lebensmittel, Winterkleidung und auch Medikamente - an die Opfer des Konflikts verteilt worden. Am Dienstag sei zudem ein heimischer Caritas-Mitarbeiter ins westukrainische Lemberg gereist, um sich vor Ort einen Überblick über weitere nötige Maßnahmen zu verschaffen. Der Mindestlohn in der Ukraine betrug auch 2013 umgerechnet nur etwa 100 Euro, das Durchschnittsgehalt ca. 200 Euro, doch das Leben und Wohnen sind in der Ukraine mittlerweile fast ebenso teuer wie im restlichen Europa. Vor allem für Familien mit vielen Kindern wird die wirtschaftliche Situation schwieriger. Ein Fokus der Caritas werde künftig daher sicher auf langfristiger Unterstützung für Familien liegen, „wo beispielsweise ein Elternteil bei den jüngsten Unruhen und Kämpfen ums Leben gekommen ist“, sagte Landau.

(kap 05.03.2014 sk/ord)


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