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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2014-03-05 18:31:13
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Zur Fastenzeit „eintauchen in das Meer des Gebets"



RealAudioMP3 Mit einer abendlichen Bußprozession auf dem römischen Aventin-Hügel hat Papst Franziskus am Aschermittwoch die diesjährige Fastenzeit eröffnet. Die Feier begann in der Benediktiner-Kirche Sant'Anselmo, von wo aus der Papst die Prozession zur Basilika Santa Sabina anführte, die von den Dominikanern betreut wird. Dort feierte er die Heilige Messe und teilte das Aschenkreuz als Zeichen der Buße aus. In seiner Predigt in der frühchristlichen Basilika Santa Sabina rief der Papst die Gläubigen am Beginn der Fastenzeit zu Gebet, Fasten und Almosengeben auf.

In der 40 Tage währenden Vorbereitung auf Ostern gelte es, „der Routine trotzend“ sich zu mühen, „das Herz zu öffnen, um aus unserem kleinen „Schrebergarten“ herauszutreten, sagte Franziskus. Wir müssten umkehren zu Gott, „weil etwas in uns nicht richtig läuft, in der Gesellschaft, in der Kirche, und wir brauchen Veränderung, eine Kehrtwende, unsere Bekehrung!“

Der Routine trotzen

Das Gebet sei „die Kraft des Christen und jedes gläubigen Menschen“. Franziskus lud dazu ein „in das Meer des Gebets zu tauchen“, um „die Zärtlichkeit Gottes zu kosten“ und im Gebet Fürsprache zu halten für die „Zahlreichen Situationen der Armut und des Leids“.

Mit Blick auf das Fasten, die zweite Übungspraxis der vorösterlichen Bußzeit, warnte Franziskus vor einem „rein äußerlichen Fasten, das uns in Wahrheit satt macht, weil wir das Gefühl haben, wir seien in Ordnung“. Fasten habe dann einen Sinn, „wenn es wirklich unsere Sicherheit in Frage stellt und uns hilft, den Stil des Guten Samariters zu kultivieren“. Wer richtig faste, übernehme damit eine zeichenhafte „Verantwortung angesichts der Ungerechtigkeiten und der Gewaltakte, besonders gegenüber den Armen und den Kindern“.

Schenken ist Freiheit

Das Almosengeben schließlich helfe uns, die Unentgeltlichkeit des Schenkens zu erleben. Keine Gegenleistung zu verlangen, müsste eigentlich den christlichen Menschen an sich auszeichnen, der alles „ohne Gegenleistung von Gott bekommen“ habe. Die Unentgeltlichkeit des Schenken sei im letzten Freiheit, sagte Franziskus: „Freiheit vom Gedanken an materiellen Besitz, Freiheit von der Angst zu verlieren, was man hat, Freiheit von der Traurigkeit dessen, der seinen Wohlstand nicht mit anderen teilen will“.

Während der Messe in Santa Sabina weihte Franziskus Asche aus verbrannten Palmzweigen. Als erster empfing der Papst dann selbst das Aschenkreuz. Der Mensch solle sich darauf besinnen, dass er aus dem Staub komme und zum Staub zurückkehre, betete Franziskus.

Die Aschermittwochsfeier des Papstes hatte mit einem Gebet in der Benediktiner-Kirche Sant'Anselmo begonnen, wenige Schritte vom berühmten „Schlüssellochblick" des Aventin-Hügels entfernt. Von dort aus zog Franziskus begleitet von Kardinälen und Bischöfen zur nahegelegenen Basilika Santa Sabina. Tausende Gläubige säumten die engen Straße, über die die Aschermittwochs-Prozession zog. Nur wenige fanden Eingang in das Gotteshaus. Die meisten mussten den Gottesdienst über Lautsprecher auf dem Vorplatz mitverfolgen.

(rv 05.03.2014 gs)


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