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Home >  Politik  > Artikel von 2014-04-11 09:24:50
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Gespräche in Venezuela – Papst schickt eine Botschaft



RealAudioMP3 Nach zwei Monaten der Unruhe und Demonstrationen im Land hat Venezuelas Präsident Nicolas Maduro Oppositionsführer zu einem Gespräch empfangen. Die Begegnung im Miraflores-Palast von Caracas wurde live im Fernsehen übertragen. Dabei wurde auch eine Botschaft des Papstes verlesen, der den Friedensprozeß in Venezuela eine „schwerwiegende Verantwortung“ nennt. Die „wertvolle Gelegenheit“ dürfe „nicht verspielt werden“, mahnt Franziskus.

Es sind Außenminister südamerikanischer Staaten, die endlich ein Treffen zwischen Regime und Opposition in Venezuela zustande gebracht haben. Maduro versprach zu Beginn, er werde „geduldig zuhören“, warnte allerdings: „Es gibt hier keine Verhandlungen. Keinen Pakt. Alles, was wir brauchen, ist ein Modell der friedlichen Koexistenz.“ Nicht alle Oppositionsgruppen sitzen mit am Tisch, so fehlt etwa die Bewegung des inhaftierten Leopoldo Lopez; sie boykottiert Gespräche, solange Dutzende von Demonstranten so wie auch Lopez selbst noch hinter Gittern sitzen. Seit Beginn der Proteste in Venezuela sind vierzig Menschen ums Leben gekommen, etwa 650 wurden verletzt, mehr als 2.000 wurden verhaftet, davon sind über 170 immer noch nicht wieder frei.

Regierung wie Opposition setzen auf die katholische Kirche als gutwilligen „dritten Beteiligten“. Der Päpstliche Nuntius in Caracas, Erzbischof Aldo Giordano, saß am Donnerstag mit am Tisch. In der Papstbotschaft, die er verlas, ist davon die Rede, dass das Land „eine nationale Versöhnung und Frieden“ brauche. „Ich bin mir der Unruhe und des Schmerzes so vieler Menschen bewußt“, so Franziskus in dem Text: „Ich bin besorgt über das, was vorgeht, und fühle mich allen Venezuelanern nahe, vor allem den Opfern der Gewalt und ihren Familien.“ Gewalt führe nie zu Frieden und Wohlstand, ließ der Papst die Streitparteien wissen, nur Dialog könne die derzeitige Polarisierung in Venezuela überwinden. Er erinnerte an die katastrophale wirtschaftliche Lage des Landes und an die hohe Kriminalitätsrate; angesichts solcher Herausforderungen müssten alle für das Gemeinwohl zusammenarbeiten.


Unser Foto zeigt den venzolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und Oppositionsführer Henrique Capriles vor den Beratungen in Caracas am 10. April.


(rv 11.04.2014 sk)


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